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Doppelte Staufalle: A7 und A1 werden saniert

Spediteure schreiben Brandbrief Doppelte Staufalle: A7 und A1 werden saniert

Stockender Start in die Sommerferien: Autofahrern in Schleswig-Holstein droht in den kommenden Monaten zur Hauptreisezeit jede Menge Stau-Stress. Grund sind zahlreiche Baustellen und Sperrungen auf Autobahnen und Bundesstraßen.

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In Schleswig-Holstein droht zur Urlaubszeit vielerorts Stau.

Quelle: Daniel Reinhardt/ dpa (Archiv)

Kiel. Mit einem Protestbrief an Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) will der Speditionsverband Schleswig-Holstein noch größeres Ungemach verhindern: Das Land plant ab 2017 eine Fahrbahnsanierung auf der A 1 – parallel zum laufenden A 7-Ausbau.

Laut Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr soll in Höhe Stapelfeld 2017 die dreispurige Trasse in Richtung Lübeck, im Folgejahr in Richtung Hamburg erneuert werden. Thomas Rackow, Landesgeschäftsführer des Speditionsverbandes, spricht von einem „drohenden Verkehrskollaps“. Angesichts der Erneuerung der A 7 zwischen Bordesholm und Hamburg sei es „nicht nachvollziehbar, dass parallel eine zusätzliche Baumaßnahme auf der zweiten wichtigen Nord-Süd-Achse vorbereitet wird“, heißt es in dem Brandbrief, der unserer Zeitung vorliegt. „In Vorbereitung auf die Ausbaumaßnahme der A 7 wurde ein Konzept vorgestellt, Bestandteil war eine großräumige Umfahrung der A 7 über die A 1 und 21 sowie die B 205“, sagt Rackow. Bereits jetzt sei unter „normalen Bedingungen“ die Kapazitätsgrenze der A 1 erreicht.

Die Speditionen fürchten Einbußen in Millionenhöhe: „Wenn man zeitgleich die beiden Lebensadern blockiert, wird dies erhebliche negative Auswirkungen auf den Wirtschaftsverkehr in Schleswig-Holstein haben“, warnt Rackow. Er fordert, die A 1-Sanierung zu verschieben und die Bagger erst rollen zu lassen, wenn die Erweiterung der A 7 abgeschlossen ist. Der Logistikverband attestiert dem Land ein „Fehlmanagement“, unter dem der Tourismus leide und der ein schlechtes Licht auf den Urlaubsstandort werfe.

Das Land bestätigt, dass die A 1 im Zuge der A7-Ausbaus von Baustellen freigehalten werden sollte: „Ziel war es, die Sanierungsarbeiten mit Hilfe betrieblicher Maßnahmen auf 2019 hinauszuzögern.“ Aufgrund unvorhersehbarer Zustandsverschlechterungen“ müsse das Land aber von diesem Plan abrücken, „um drohende Sperrungen der A 1 zu vermeiden“, so Meyer. Auswirkungen auf die Ausweichstrecken seien nur bei Vollsperrungen der A 7 zu befürchten, allerdings: „Durch die erforderliche Reduzierung der Fahrstreifen auf der A1 von drei auf zwei Spuren ist generell von einer Zunahme der Stauanfälligkeit auszugehen.“ Einen Vorgeschmack auf das nächste Jahr gibt es bereits im Sommer 2016: Wegen Baustellen dürfte es auf den Autobahnen 7, 21 und 210 sowie auf B 432 und B 76 eng werden.

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Schleswig-Holstein drohe im kommenden Jahr der Verkehrskollaps, sagen die Spediteure und warnen vor einer auf zwei Jahre angesetzten Fahrbahnsanierung auf der Autobahn 1. Eine Sorge, die durchaus begründet ist. Schon die Behinderungen durch die bisherigen Bauarbeiten auf der A 7 haben für eine Menge Stau-Stress gesorgt.

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