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So teuer ist Parken in Kiel, Lübeck und Co.

Städtevergleich So teuer ist Parken in Kiel, Lübeck und Co.

Freies Parken in Norderstedt, „Brötchentaste“ in Kiel und Lübeck und bis zu 6,00 Euro pro Stunde am Hamburger Flughafen: Autofahrer müssen in Hamburg und Schleswig-Holstein genau hinschauen, wenn sie ihren Wagen abstellen. Auf Sylt gibt's Saisonpreise sogar beim Parken.

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Am Flughafen Hamburg ist Parken teuer: Die Gebühr liegt bei bis zu 6,00 Euro pro Stunde.

Quelle: Bernd Wüstneck/dpa

Kiel. Wer in Hamburg parken möchte, muss sich auf vergleichsweise hohe Preise einstellen. Besonders am Flughafen wird es teuer: Bis zu 6,00 Euro kostet hier das Parken pro Stunde. Für weitere 30 Minuten werden 2,50 Euro verlangt. In Hamburgs Innenstadt ist die Parkstunde mit einem Preis von 2,50 Euro die teuerste im Norden. Im Vergleich zu anderen Großstädten bezeichnete ein Sprecher des Landesbetriebs Verkehr die Gebühren im Innenstadtbereich jedoch als „moderat“. Im weiteren Stadtgebiet und um die Bezirkszentren liegen die Preise dann bei 1,20 Euro pro Stunde.

Ebenfalls preislich vorne liegt Kiel mit einem stadtweiten Einheitstarif von 1,50 Euro pro Stunde. Nach Ablauf der Stunde kosten weitere vier Minuten 10 Cent. Es gibt eine Kulanzzeit von drei Minuten, um einen Parkschein zu kaufen. Für einen von Kiels Stränden gibt es eine Sonderregelung: Hier werden während der Sommersaison (vom 14. Mai bis 31. August) Tagesgebühren von zwei Euro erhoben. Nur die ausgewiesenen Parkflächen sind in dieser Zeit dort zu nutzen, damit Strandbesucher keine Rettungswege blockieren.

Eine Besonderheit in der Stadt Kiel: Die „Brötchentaste“. Wenn man nur kurz etwas erledigen muss, zum Beispiel Brötchen kaufen oder etwas bei der Post abgeben, kann man sich mit der „Brötchentaste“ ein kostenloses Ticket für 30 Minuten ziehen.

Eine „Brötchentaste“ gibt es auch in der Altstadt von Lübeck - dort werden den Parkern für ihre kurzen Erledigungen aber nur 10 kostenfreie Minuten gewährt. Die zweitgrößte Stadt Schleswig-Holsteins liegt preismäßig nahe an Kiel: Eine angefangene Stunde kostet 1,20 Euro. Allerdings ist es in der Altstadt mit 2,00 Euro pro Stunde teurer. Zudem gibt es in der Altstadt keine Tagestickets. Auf den öffentlichen Parkplätzen in den anderen Teilen der Hansestadt gibt es Tagestickets für 6,00 Euro.

Dass Parkpreise von Jahreszeiten abhängen können, kriegen besonders die Autofahrer auf Sylt zu spüren: Bedingt durch Sylts touristische Lage ist in den Sommermonaten hauptsächlich kürzeres Park in Westerland gewünscht. Die Preise liegen dann bei 1,00 Euro bis 1,50 Euro pro Stunde. Im Winter sinkt mit der Zahl der Touristen auch der Parkpreis. Dann kann man größtenteils für 1,00 Euro bis 1,50 Euro nicht nur eine Stunde, sondern den ganzen Tag lang parken.

In Flensburg werden stadtweit pro angefangene halbe Stunde 0,50 Euro für öffentliche Parkplätze verlangt. An der Förde hat der digitale Wandel auch im Parksystem Einzug gehalten. Dort ist das sogenannte Handyparken möglich. Über eine App für das Smartphone geben Autofahrer ihr Kennzeichen, die Parkzone und die gewünschte Parkdauer ein und bezahlen. Politessen können dann das Kennzeichen in eine Datenbank eingeben und sehen, ob die Gebühr entrichtet wurde. Dieses System will Neumünster Anfang 2017 ebenfalls einführen. Allerdings kostet das Parken im öffentlichen Straßenraum dort halb so viel wie in Flensburg (25 Cent pro halbe Stunde).

Autofahrer, die besonders günstig parken wollen, sind in Norderstedt am Ziel: Dort ist das Parken auf öffentlichen Parkplätzen - mit einem Einkaufszentrum als Ausnahme - kostenfrei.

dpa

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