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Starker Reiseverkehr, aber kein Chaos

Ostern 2016 Starker Reiseverkehr, aber kein Chaos

Die Autofahrer zeigen sich lernfähig: Nicht mehr alle drängen zur selben Zeit auf die Autobahnen. Entzerrung oder antizyklisches Fahren ist angesagt. Davon profitieren alle.

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Stauschwerpunkt am Osterwochenende war im Süden von Deutschland.

Quelle: Armin Weigel/dpa

München/Kiel. Trotz starken Reiseverkehrs ist nach Ansicht des ADAC das große Chaos auf deutschen Fernstraßen an Ostern bisher ausgeblieben. In Schleswig-Holstein staute sich der Verkehr nur zeitweise am Grenzübergang zu Dänemark. Anders die Lage im Süden: Dort mussten sich die Autofahrer vielerorts in Geduld üben. Insgesamt zählte der Automobilclub an Gründonnerstag knapp 2300 Staus mit einer Gesamtlänge von 5454 Kilometern. Das waren etwa 1110 Staus weniger als im Vorjahr. Am Karfreitag gab es laut ADAC 1325 Staus mit einer Gesamtlänge von 3640 Kilometern — fast 400 Staus mehr als im Jahr 2015.

„Es war pickepackevoll auf den Straßen. Aber im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Verkehr dennoch einigermaßen entzerrt“, berichtete ADAC-Sprecher Jochen Oesterle. Das große Chaos sei diesmal auf den Fernstraßen ausgeblieben. Viele Autofahrer hätten den Tipp beherzigt, schon am Mittwoch in den Osterurlaub zu starten oder erst am Karfreitag. „Das antizyklische Reiseverhalten hat geholfen, die ganz großen Staus der Vorjahre zu verhindern“, lobte der ADAC-Sprecher.

Am Ostersamstag gehörte zur Mittagszeit die A8 zwischen Aichelberg und Ulm zum Stauschwerpunkt mit rund 20 Kilometern stockendem Verkehr, wie der ADAC weiter berichtete. Auch auf der A8 zwischen Salzburg und München kam es in beiden Richtungen bis zum Nachmittag „immer wieder zu kürzeren Staus und stockendem Verkehr“, sagte der ADAC-Sprecher. Am Samstagvormittag habe sich zum „Bettenwechsel“ auch schon der Rückreiseverkehr bemerkbar gemacht. Beim Grenzübergang Kiefersfelden standen Autofahrer „auch mal etwas länger im Stau“. Am Ostersonntag sollte es dagegen „eher ruhig“ blieben, wie der ADAC-Sprecher sagte. „Richtig voll wird es dann erst wieder am Ostermontag, wenn der Rückreiseverkehr einsetzt.“

Die längsten Staus im vorösterlichen Reiseverkehr gab es bisher an Gründonnerstag auf der Autobahn A8 München-Salzburg, unweit der Anschlussstelle Rohrdorf, mit 27 Kilometern. Autofahrer mussten hier eineinhalb Stunden warten. Auf der Autobahn A6 Heilbronn-Pilsen staute sich der Verkehr südlich von Nürnberg auf 21 Kilometern. In Baden-Württemberg kam es auf der A8 Stuttgart-München bei Ulm zu einem Stau auf 20 Kilometern Länge. In Hessen standen Autofahrer 18 Kilometer lang auf der A5 zwischen der Anschlussstelle Homberg und dem Hattenbacher Dreieck in Richtung Kassel im Stau.

An Karfreitag bildeten sich nach Angaben von ADAC und Polizei bundesweit nur vereinzelt Staus auf den Autobahnen — so über 19 Kilometer entlang der A3 bei Bessenbach in Richtung Würzburg. In Niedersachsen gab es einen 16 Kilometer langen Stau auf der A1 zwischen den Anschlussstellen Osnabrück-Hafen und Neuenkirchen in Richtung Bremen. Ebenfalls jeweils 16 Kilometer lang standen Autofahrer in Hessen auf der A7 beim Dreieck Kassel-Süd in Richtung Hannover im Stau sowie in Brandenburg auf der A24 beim Dreieck Havelland in Richtung Pritzwalk.

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