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Ein bisschen Bordesholm in Philadelphia

Stegner in den USA Ein bisschen Bordesholm in Philadelphia

Meryl Streep kam zum Show-Parteitag der US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton nach Philadelphia, Barack Obama und First Lady Michelle gaben sich die Ehre, New Yorks Bürgermeister-Legende Michael Bloomberg und sexy Lenny Kravitz ebenso – und Ralf Stegner aus Bordesholm war mittenmang!

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Ein Treffen mit Hillary sei absolut unmöglich, bedauert Ralf Stegner. So blieb ihm nur dieses „verrückte“ Selfie, twitterte er.

Quelle: Twitter

Philadelphia. Vielleicht nicht ganz bei den VIPs, sondern irgendwo unter den Delegierten auf einem der zwei reservierten Besuchersessel für Deutschlands SPD. Und neben ihm, dem Bundes-Vize, saß auch nicht Desperate Housewife Eva Longoria, sondern SPD-Generalsekretärin Katarina Barley. Aber, hey, Stegner ist eben auch nicht Rapper Snoop Dogg. Beeindruckend fand er das Spektakel trotzdem, wie an seinen zahlreichen Twitter-Beiträgen abzulesen ist.

Hillarys Slogan „Stronger together“ könnte man mit „Gemeinsam sind wir stark“ übersetzen, und sehr frei mit „Wir schaffen das“. Erinnert allerdings sehr an Obamas „Yes we can“ und kommt Stegner vermutlich auch aus anderen Gründen nicht in den Sinn. Auf einem Foto reckt er den Wahlspruch lachend in die Kamera.

Dreimal reist der 56-Jährige in diesem Jahr in die Staaten, weil manches im Land der unbegrenzten Möglichkeiten auch für deutsche Wahlkämpfer interessant sein könnte. Der Einsatz von freiwilligen Wahlhelfern zum Beispiel, und auch der extrem professionelle Einsatz sozialer Medien.

"Jetzt bloß nicht wackeln"

Meere aus flatternden Fähnchen, ihre Liebe zur SPD bekennende Lady Gagas und von der Decke purzelnde Luftballons in Rot? Stegner ist Realist genug, um zu sehen, dass amerikanische Euphorie für deutsche Gemüter nur schwer erträglich ist. „Wir dürfen aber nicht nur technokratisch auftreten“, sagte er am Donnerstag nach dem Frühstück in seinem Convention Hotel am Telefon. „Leidenschaft für Werte und Ziele ist schon übertragbar. Darum bin ich doch in die Politik gegangen.“ Seinen Anspruch auf Humanität dürfe man auch in Zeiten nicht preisgeben, in denen es in Deutschland zu Anschlägen kommt. „Nicht wackeln“, sagt Stegner immer wieder. „Jetzt bloß nicht wackeln!“

Hillarys Herausforderer Donald Trump hält Stegner für „richtig gefährlich“, weil er vor allem Ängste schüre und „im Kern ein Rassist“ sei. Im Oktober will der Schleswig-Holsteiner dafür Bernie Sanders treffen, Hillarys unterlegenen Konkurrenten im Vorwahlkampf. Darüber, dass man Sanders in den USA als schrulligen Sozialisten bezeichnet, kann der Parteilinke Stegner nur milde lächeln. Hierzulande wäre er absolut mehrheitsfähig.

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Ein Artikel von
Christian Hiersemenzel
Landeshaus-Korrespondent

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