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Dem Jakobs-Kreuzkraut den Kampf ansagen

Stiftung Naturschutz Dem Jakobs-Kreuzkraut den Kampf ansagen

Ist das giftige Jakobs-Kreuzkraut wirklich eine Gefahr für Weidetiere? Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und der Naturschutzbund Deutschland sehen das unterschiedlich.

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Pönitz. Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein will die Gefahren durch das Jakobs-Kreuzkraut eindämmen. Auf einer Versuchsfläche bei Pönitz im Kreis Ostholstein sollen Methoden erprobt werden, um die Ausbreitung des giftigen Krauts zu verhindern. Dazu würden die Versuchsflächen jeweils in kleine Abschnitte unterteilt, die unterschiedlich häufig gemäht werden, teilte die Stiftung am Mittwoch mit. Außerdem soll erprobt werden, welche Insekten die Wildpflanze am stärksten schädigen und deshalb als biologische Unkrautvernichter eingesetzt werden können. Insgesamt richtet die Stiftung acht Versuchsflächen in Schleswig-Holstein ein.

Das Jakobs-Kreuzkraut hat sich in den vergangenen Jahren vor allem auf Naturschutzflächen stark vermehrt. Die Pflanze enthält ein Gift, das nicht nur für Weidetiere, sondern unter bestimmten Umständen auch für Menschen gefährlich sein kann. So waren im vergangenen Sommer im Kreis Ostholstein in Sommerhonig vereinzelt erhöhte Werte dieses Giftes nachgewiesen worden. Die Stiftung prüfe auch, ob ein auf einer Naturschutzfläche im Kreis Ostholstein verendetes Rind möglicherweise durch das Kraut gestorben ist, sagte ein Sprecher der Stiftung.

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) warnte dagegen vor einer Panikmache über die Gefährlichkeit des Jakobs-Kreuzkrauts. Die im Juli gelb blühende Pflanze wachse bereits seit mehr als hundert Jahren in stark wechselnden Bestandsgrößen auf vielen Weiden Schleswig-Holsteins, sagte Geschäftsführer Ingo Ludwichowski. Die bitter schmeckende Pflanze werde jedoch von Kühen, Pferden und anderen Tieren meist verschmäht. Selbst Verdachtsfälle einer Vergiftung mit in der Pflanze enthaltenen Pyrrolizidinalkaloiden seien in der Vergangenheit verschwindend gering gewesen, erklärte der Biologe.

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Foto: Jetzt geht dem Jakobskreuzkraut an die Wurzel: Seit der Verdacht besteht, dass zwei Rinder auf einer Naturschutzfläche Opfer der giftigen Pflanze geworden sind, spitzt sich die Diskussion zu.

Jetzt geht dem Jakobskreuzkraut an die Wurzel: Seit der Verdacht besteht, dass zwei Rinder auf einer Naturschutzfläche Opfer der giftigen Pflanze geworden sind, spitzt sich die Diskussion zu.

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