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Kreishaus Pinneberg unter Polizeischutz

Streit mit Waffen-Sammler Kreishaus Pinneberg unter Polizeischutz

Wegen eines Streits mit einem fanatischen Waffenbesitzer, der zweieinhalb Tonnen Waffen und Munition gehortet hatte, hat das Kreishaus in Pinneberg Polizeischutz bekommen. Landrat Oliver Stolz engagierte zusätzliche eine Security-Firma: „Als rein vorsorgliche Maßnahme“.

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Die Polizei stellte eine riesige Menge Waffen bei dem Pinneberger Bürger sicher.

Quelle: Polizeidirektion Bad Segeberg

Pinneberg. Das betonte Kreissprecher Oliver Carstens am Montag: „Es gibt momentan keinen Hinweis auf eine mögliche Störung“.

Der 62-jährige Pinneberger hatte im Laufe vieler Jahre tonnenweise Waffen, Munition, und Munitionsteile gesammelt. Bei einer Durchsuchung des Gebäudes am vergangenen Donnerstag wurden nach Polizeiangaben unter anderem 114 Schusswaffen, rund 71.000 Schuss scharfe Munition sowie diverse Chemikalien zur Herstellung von Munition und Sprengstoffe im zweistelligen Kilogrammbereich entdeckt.

Waffen seien sein Hobby

Der 62-Jährige hatte alles legal erworben: Nach dpa-Informationen besaß er eine so genannte rote Waffenbesitzkarte. Sie erlaubte ihm, Waffen in unbegrenzter Anzahl zu erwerben. Als „Narren“ wolle er sich nicht bezeichnen lassen, wie er der Zeitung „Hamburger Morgenpost“ erklärte: Waffen seien sein Hobby.

Weil die nötige „Zuverlässigkeit“ für den Waffenbesitz nicht mehr gegeben war, musste der 62-Jährige alles herausgeben. Da er das nicht freiwillig machte, wurde sein Haus unter Polizeischutz leer geräumt.

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KN-online (Kieler Nachrichten)

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Mehr als hundert Waffen und Zehntausende Schuss Munition: Ermittler haben das Lager eines Waffen-Sammlers in Pinneberg ausgehoben. Die Polizei musste sich bei der Bundeswehr Hilfe holen.

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