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Schleswig-Holsteiner bilden sich gern weiter

Studie Schleswig-Holsteiner bilden sich gern weiter

Lebenslanges Lernen ist wichtig: Wer im Beruf weiterkommen will, muss sich fortbilden. In Schleswig-Holstein nehmen überdurchschnittlich viele Menschen die Chance auf Weiterbildung wahr. Allerdings ist die Quote im nördlichsten Bundesland in den vergangenen Jahren gesunken.

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Fast jeder siebte Schleswig-Holsteiner ab 25 Jahren nimmt mindestens einmal pro Jahr an einer Weiterbildung teil.

Quelle: dpa

Gütersloh/Kiel. Fast jeder siebte Schleswig-Holsteiner ab 25 Jahren nimmt mindestens einmal pro Jahr an einer Weiterbildung teil. Mit der Quote von 14,5 Prozent liege das nördlichste Bundesland über dem bundesweiten Durchschnitt (13,5 Prozent), teilte die Bertelsmann-Stiftung am Mittwoch unter Berufung auf die zentralen Ergebnisse des Deutschen Weiterbildungsatlas mit.

Damit hat Schleswig-Holstein nach Hessen (16,0), Baden-Württemberg (15,7) und Bayern (14,8) die höchsten Quoten im Ländervergleich. Allerdings ist die Bereitschaft, an Weiterbildungsangeboten teilzunehmen, im nördlichsten Bundesland zwischen 2007 und 2012 um 1,7 Prozentpunkte gesunken. Im Bund hat es hingegen kaum Veränderungen gegeben.

Die Weiterbildungschancen seien in Deutschland ungleich verteilt, sagte der Vorstand der Bertelsmann Stiftung, Jörg Dräger. „Gerade die Geringqualifizierten, die am meisten profitieren könnten, haben zu geringe Weiterbildungschancen.“ Denn insgesamt liegt die Weiterbildungsquote in dieser Gruppe deutlich niedriger als bei höher qualifizierten Menschen, zeigt der Weiterbildungsatlas. Insgesamt bildeten sich von den Menschen ohne berufsqualifizierenden Abschluss in Schleswig-Holstein 7,9 Prozent fort (bundesweit: 6,7 Prozent).

Generell gilt nach Angaben der Experten: Sowohl die Qualifikationen der Bevölkerung als auch die Wirtschaftskraft vor Ort wirken sich positiv auf die Weiterbildungsteilnahme aus. Der Weiterbildungsatlas hat auch untersucht, inwieweit die Regionen ihre strukturellen Voraussetzungen auch tatsächlich nutzen. Bei dieser sogenannten Potenzialausschöpfung steht Schleswig-Holstein überdurchschnittlich gut dar. Das Land sei Regionen-Sieger bei der Chancenverwertung, teilte die Stiftung mit.

Für Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) belegt die Studie, dass gerade die vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen im Land verstanden hätten, dass Weiterbildung immer noch das beste Mittel gegen den drohenden Fachkräftemangel sei. „Unsere Bildungsträger und Weiterbildungsanbieter leisten hier eine herausragende Arbeit.“ Es gebe in Schleswig-Holstein eine große Weiterbildungslandschaft, zielgerichtete Angebote und auch Förderungen wie etwa den Weiterbildungsbonus.

Besonders freue ihn, „dass wir auch bei der Weiterbildungsbeteiligung der Geringqualifizierten über dem Bundesdurchschnitt liegen, denn dies ist eine der wichtigsten Ressourcen zur Fachkräftesicherung“, sagte Meyer. Der Minister appellierte an die Unternehmen, nicht in ihren Bemühungen nachzulassen und eine systematische sowie langfristig angelegte Qualifizierung ihrer Mitarbeiter voranzutreiben.

Die Bertelsmann-Stiftung nutzte für ihre Untersuchung Daten der jährlichen bundesweiten Haushaltsbefragung Mikrozensus. Dafür wird ein Prozent der Bevölkerung zu ihren Lebensumständen befragt.

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