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Lehrer kritisieren Kürzungsplan

Studienleiter Lehrer kritisieren Kürzungsplan

Die geplante neue Arbeitszeitverordnung für Studienleiter zum 1. August 2016 sorgt bei den Betroffenen und ihren Kollegen für Protest. Das machten Vertreter der Lehrschaft am Montag dem Staatsekretär im Kieler Bildungsministerium, Dirk Loßack, in Damp deutlich.

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Lehrervertreter wie Grete Rhenius (vorne) machen gegen die geplante neue Arbeitszeitverordnung mobil.

Quelle: Rainer I. Krüger

Damp. Vor der Jahresfachtagung des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen im Unterricht in Schleswig-Holstein (IQSH) im Ostseebad übergab Grete Rhenius, Landesvorsitzende der Interessenvertretung Lehrkräfte, Loßack ein Papier mit Kritikpunkten. Unter anderem wurde die verringerten Vor- und Nachbereitungszeiten für Fortbildungen angeführt. Die Überschrift „Fuß vom Gas, Herr Staatssekretär!“, spielte darauf an, dass auch die Fahrzeitpauschalen halbiert werden sollen. „Für eine Strecke von über 160 Kilometer für Hin- und Rückfahrt wird die angesetzte Zeit von vier auf zwei Stunden gekürzt. Bei unter 160 Kilometern gibt es nur noch 1,5 statt drei Stunden Zeit“, erläuterte Rhenius.

 Für Astrid Henke, 1. stellvertretende Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), widerspricht die Regelung dem Ziel von Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) die Qualität der Bildung zu verbessern. „Der Hinweis, die Studienleiter sollten schneller fahren, um die vorgeschlagenen Zeitkontingente zu erwirtschaften, erzeugt bei allen Betroffenen angesichts des Zustands der schleswig-holsteinischen Infrastruktur nur ungläubiges Kopfschütteln“, so Rhenius. Nach ihren Angaben gibt es 224 Studienleiter im Land.

 Loßack nahm den Protest zur Kenntnis. Über den Vorentwurf der Verordnung werden seinen Angaben nach noch Gespräche geführt. „Das klingt so, als ob noch Bewegung möglich ist“, fand Henke.

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