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„Heini“ und „Iwan“ glimpflicher als erwartet

Sturmtiefs „Heini“ und „Iwan“ glimpflicher als erwartet

Die Sturmtiefs „Heini“ und „Iwan“ toben sich auf dem Meer und in hohen Lagen aus. In Hamburg und Schleswig-Holstein richten sie kaum Schäden an. Für das Wochenende sagen Wetterexperten einen Wintereinbruch voraus.

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Die Sturmtiefs „Heini“ und „Iwan“ toben sich auf dem Meer und in hohen Lagen aus.

Quelle: Carsten Rehder/dpa

Kiel. Die Sturmtiefs „Heini“ und „Iwan“ sind in Hamburg und Schleswig-Holstein glimpflicher verlaufen als befürchtet. Nur vereinzelt stürzten Bäume, Baugerüste und Verkehrsschilder um. Nach Angaben der Lagedienste der Polizei gab es keine größeren Sturmschäden. Dabei blies „Iwan“ kräftiger als sein Vorgänger „Heini“ am Tag zuvor, sagte Meteorologe Axel Schnohr vom Deutschen Wetterdienst DWD in Hamburg am Donnerstag.

So erreichte „Iwan“ in Strucklahnungshörn mit 122 Stundenkilometer starken Böen sogar Orkanstärke. In St. Peter-Ording (beide Kreis Nordfriesland) wurden Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 112 Stundenkilometern gemessen, während „Iwan“ auf Helgoland und in Schleswig mit 101 Stundenkilometern oder Windstärke 10 „nur noch“ ein schwerer Sturm war. Landesweit hatte der Sturm ergiebige Regenfälle von 7 bis 12 Litern pro Quadratmeter binnen 24 Stunden im Gepäck.

Die Sturmtiefs sorgten in Kiel lediglich für kleinere Schäden.

Quelle: Frank Behling

Am Freitag seien in Hamburg und Schleswig-Holstein besonders in Schauernähe Böen bis Windstärke 8 (das entspricht 62 bis 74 Stundenkilometer) möglich, aber „es ist kein echter Sturm mehr“, sagte Schnohr. Für das Wochenende prognostizierte der Wetterexperte den Einzug des Winters: „In der Höhe ist die kalte Luft schon, jetzt warten wir, dass sie am Boden ankommt.“ In der Nacht zum Sonntag werde es verbreitet leichten Frost geben.

„Iwan“ drückte bei seinem Zug über Norddeutschland mit seinen westlichen Winden reichlich Wasser in die Deutsche Bucht und behinderte den Schiffsverkehr an Schleswig-Holsteins Nordseeküste. So war Deutschlands einzige Hochseeinsel Helgoland vom Festland abgeschnitten, da die Schiffe der Reederei Cassen Eils am Donnerstag in Cuxhaven blieben.

Auch die Halligen im Wattenmeer waren auf sich allein gestellt, da die Fähren sie wegen des Sturms nicht anliefen. Für den Fährverkehr zu den Inseln galt nach Angaben der Wyker Dampfschiffs-Reederei ein eingeschränkter Fahrplan.

Der Sylt-Shuttle der Deutschen Bahn, der als Autoreisezug die Nordseeinsel mit dem Festland verbindet, nahm am Donnerstag keine Campingfahrzeuge mit. Grund war, dass sich in den vergangenen Tagen in drei Fällen während der Überfahrt sogenannte Panoramadächer von Wohnmobilen gelöst hatten und weggeweht wurden.

Auf der Bahnstrecke von Hamburg nach Schleswig-Holstein blockierte ein umgestürzter Baum den Zugverkehr. Er kippte nach Angaben einer Bahnsprecherin zwischen Hamburg-Langenfelde und Pinneberg in die Oberleitung. Nach rund einer Stunde rollten die Züge wieder, hieß es.

Auch die Bundeswehr zollte „Iwan“ Respekt: Das für Donnerstag angekündigte feierliche Gelöbnis auf dem Marktplatz in Heide wurde kurzfristig abgesagt und in die örtliche Kaserne verlegt.

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