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Vier Jahre Haft für 282-fachen Diebstahl

NOB Vier Jahre Haft für 282-fachen Diebstahl

Wegen des Diebstahls von 1,3 Millionen Euro bei der Nord-Ostsee-Bahn (NOB) hat das Flensburger Landgericht einen früheren Angestellten zu vier Jahren Gefängnis verurteilt.

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Im Prozess um den Diebstahl von 1,3 Millionen Euro bei der Nord-Ostsee-Bahn (NOB) hat ein Gutachter versucht, die Spur des aus Einzahlungsautomaten entwendeten Geldes nachzuzeichnen.

Quelle: Malte Christians (Archiv, dpa)

Flensburg. „Bei der NOB fehlt viel Geld, und bei Herrn H. ist viel Geld angekommen, von dem wir nicht wissen, wo es herkommt“, sagte der Vorsitzende Richter Mathias Eggers zum Ergebnis des Indizienprozesses. Das Gericht sah es am Dienstag als erwiesen an, dass der 45-Jährige als Systemadministrator von 2006 bis 2011 insgesamt 282 Mal Geld aus zwei Automaten genommen hatte, in die Zugbegleiter ihre Einnahmen von Fahrgästen und Schwarzfahrern deponierten.

Die Taten des nun wegen schweren und gewerbsmäßigen Diebstahls verurteilten Mannes waren lange nicht aufgefallen, da das Geld aus den Automaten von einem Geldtransport-Unternehmen abgeholt worden war - und diese Summen nicht mit den Einzahlungen der Kontrolleure überprüft worden waren. Die Hauptverhandlung war wegen eines Beweisantrags von 2015 bis 2017 ausgesetzt worden. Das Urteil, bei dem sechs Monate der Freiheitsstrafe wegen der langen Verfahrensdauer bereits als verbüßt gelten, ist noch nicht rechtskräftig.

dpa

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