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Jagel ist gleich mit vier Tornados dabei

Syrien-Einsatz Jagel ist gleich mit vier Tornados dabei

Obwohl nicht einmal jeder zweite Tornado einsatzbereit ist, rüstet sich das Geschwader in Jagel mit Hochdruck für seinen Anti-Terror-Einsatz in Syrien. Nach der Entscheidung des Bundestages am Freitag könnten die ersten Maschinen bereits kommende Woche verlegt werden, erklärte ein Sprecher der Luftwaffe.

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Die Tornados sind zwischen 23 und 34 Jahre alt.

Quelle: Carsten Rehder/dpa

Berlin/Jagel. Zum Einsatz kämen neben den Jets aus Schleswig-Holstein auch Maschinen aus Büchel in Rheinland-Pfalz. Die Bundesregierung will die Luftangriffe gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ mit sechs Tornados unterstützen. Die beiden Taktischen Luftwaffengeschwader in Jagel und Büchel sollen sich diese Aufgabe teilen. Jagel ist zunächst mit vier Maschinen dabei.

 Unmittelbar vor der ersten Beratung im Bundestag sorgten die Inspekteure der Teilstreitkräfte am Mittwoch mit einem Mängelbericht für helle Aufregung. Demnach sind von den insgesamt 93 Tornados nur 66 in Betrieb und davon wiederum nur 29 einsatzbereit. Das entspricht einem Anteil von 44 Prozent. „Die Lage der fliegenden Systeme bleibt unbefriedigend“, urteilte Generalinspekteur Volker Wieker.

 An den Plänen der Bundesregierung ändert das nichts. Es seien rund 30 Tornados einsatzbereit. „Und wir brauchen davon nur sechs. Das heißt, wir haben einen breiten Spielraum“, sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Sie wird heute zu einem Besuch in der Türkei erwartet, um über die Stationierung der Tornados im Stützpunkt Incirlik zu sprechen.

25 Maschinen des Typs ECR gehören zum Geschwader Jagel

 Ähnlich wie die Ministerin äußerte sich ein Sprecher der Luftwaffe: „Es gibt keinerlei Probleme, sechs Maschinen zur Verfügung zu stellen.“ Bei den Zahlen in der Mängelliste handele es sich um Durchschnittswerte. „Es werden ständig Flugzeuge nachgerüstet oder gewartet.“

 In Büchel sind derzeit 43 Tornados IDS (Interdiction Strike) stationiert. Dabei handelt es sich um die Grundversion des Tornados als Jagdbomber. 25 weitere Maschinen des Typs ECR (Electronic Combat Reconnaissance, zu deutsch: elektronischer Kampf und Aufklärung) gehören zum Geschwader in Jagel. Einsatzbereit sind derzeit acht. Beide Versionen können mit dem Recce-System ausgerüstet werden, einem mit Kameras ausgestatteten Aufklärungsbehälter, der unter dem Rumpf angebracht wird.

 Nach Angaben der Luftwaffe sollen die Maschinen bei ihrem heiklen Einsatz grundsätzlich zu zweit aufsteigen. Außerdem soll gewährleistet werden, dass immer sechs Tornados bereitstehen. Sollte eine Maschine defekt sein, werde Ersatz geschickt. Neben den Tornados will Deutschland den Kampf gegen den „Islamischen Staat“ mit einem Tankflugzeug und einem Kriegsschiff unterstützen. Zudem sollen bis zu 1200 Soldaten entsandt werden.

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Ein Artikel von
Bodo Stade
Stellvertretender Chefredakteur

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