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Werfer und Schlagmann im Duell

Tag des Sports Werfer und Schlagmann im Duell

In Deutschland zählt Cricket zu den Exoten. Ganz anders in den Ländern des Commonwealth, wo von Cricket eine besondere Faszination ausgeht. Wer genauer in die Cricketphilosophie einsteigen möchte, hat dazu am Sonntag beim Tag des Sports Gelegenheit: Die KHTC-Cricketspieler demonstrieren in Kiel ihren Sport auf der Moorteichwiese und informieren über Trainingsmöglichkeiten.

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Der Batsman (deutsch: Schlagmann) verteidigt die drei Stäbe, das sogenannte Wicket. Er schlägt den entgegenkommenden Ball des Werfers (Bowler) weg und schützt so das Wicket vor Zerstörung.

Quelle: vr: Volker Rebehn

Kiel. In Deutschland gibt es zwar eine Nationalmannschaft und auch ein Ligasystem von der Regional- bis zur Bundesliga. Die Zahl der Cricketspieler ist aber überschaubar. Der 1. Kieler Hockey- und Tennisclub (KHTC) ist seit 2001 Heimat einiger Spieler.

 Die weite Rasenfläche auf dem Kieler Nordmarksportfeld ist an diesem Mittag so gut wie leer. Nur in einer Ecke tummelt sich eine Handvoll Cricketspieler, hat auf dem Grün ein kleines Spielfeld abgesteckt. „Das ist ein Provisorium. Wir haben unseren angestammten Platz für die neu errichtete Flüchtlingsunterkunft geräumt“, sagt Akbar Piekuszewski. Der Leiter der Cricketsparte im KHTC hofft, nach einem Jahr wieder auf das frühere Sportareal zurückkehren zu können. Diesen Zeitrahmen habe ihm das Kieler Sportamt genannt. Solange müsse man ausweichen.

 Als Akbar Piekuszewski nach Kiel kam, gehörte er zu denjenigen, die den Cricketsport in der Landeshauptstadt etablierten. Engländer, Neuseeländer, Australier und fünf Deutsche, die fast alle studierten, trafen sich erstmals 1998 auf dem Professor-Peters-Platz. Sie schlossen sich drei Jahre später dem KHTC an, der eine eigene Sparte gründete, trainierten regelmäßig und nahmen an Ligaspielen des 1989 gegründeten Deutschen Cricket Bundes (DCB) teil. Mit Erfolg: Die Kieler gewannen 2004 die deutsche Vize-Meisterschaft.

 Daran anzuknüpfen war in der Folgezeit schwer. Hatten Spieler ihr Studium in Kiel beendet und neue Jobs angetreten, schieden sie aus. Neue stießen hinzu. „Mal kamen mehr Europäer, diesmal sind mehr Inder dabei“, sagt Akbar Piekuszewski.

 Ein Grund, warum Cricket möglicherweise bei uns ein Schattendasein führt, könnten die vermeintlich komplizierten Spielregeln sein. Wer einmal versucht hat, diese zu verstehen, weiß, dass das nur mit einem besonderen Cricket-Gen möglich scheint. Und dieses besitzen offensichtlich nur wenige Kontinentaleuropäer. So viel in Kürze: Im Cricket spielen zwei Teams, die aus jeweils elf Spielern bestehen, gegeneinander. Das Grundkonzept ähnelt dem Baseball, auch wenn sich der Spielablauf und die Regeln unterscheiden. Dabei dreht sich alles um das Duell zwischen dem Werfer und dem Schlagmann. Der Werfer versucht den Schlagmann zu einem Fehler zu bewegen, damit dieser ausscheidet, der Schlagmann seinerseits versucht den Ball wegzuschlagen, wofür er Punkte bekommen kann. Der Werfer wird durch die anderen Feldspieler unterstützt, die den kleinen Ball so schnell wie möglich wieder zurückbringen müssen.

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