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Eltern müssen draußen bleiben

Neue Kita-Finanzierung Eltern müssen draußen bleiben

Die Kreis- und Landeselternvertreter von 125000 Kita-Kindern im Land gehen auf die Barrikaden. In einem Offenen Brief fordern sie die Beteiligung bei der Neuordnung der Kita-Finanzierung. „Das wurde uns zugesagt, aber nicht eingehalten“, sagt der Vorsitzende der Landeselternvertretung Volker Peters.

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Kitaplätze sind begehrt. Kommunen und Eltern klagen über die steigenden Kosten. Schleswig-Holstein will  deshalb bis 2019 eine neue Kita-Finanzierung auf den Weg bringen. 

Quelle: Julian Stratenschulte

Kiel. Land und Kommunale Landesverbände haben Anfang März in einer Absichtserklärung vereinbart, bis 2019 eine neue Kita-Finanzierung zu erarbeiten. Der Druck ist hoch: Kommunen und Eltern ächzen vielerorts unter der steigenden Belastung durch die Kinderbetreuung. „Für eine Familie mit drei kleinen Kindern sind das zwischen 6500 und 9000 Euro im Jahr. Ein neue Finanzierung ist überfällig“, sagt Peters. Es könne nicht angehen, dass Eltern für die gleiche Betreuung je nach Wohnort zwischen 170 und fast 700 Euro zahlen müssten.

Deshalb begrüßen die Elternvertreter die Absichtserklärung. Inakzeptabel sei jedoch, dass Eltern und auch freie Träger – entgegen der Vorgespräche mit der Regierungskoalition – von den Verhandlungen ausgeschlossen seien. "Schließlich zahlen wir Eltern bis zu 40 Prozent der Kitakosten", sagt Peters.

Sönke Schulz, geschäftsführender Vorstand beim Landkreistag, findet, dass zunächst Sozialministerium und Kommunale Landesverbände als hauptamtlich Verantwortliche eine Arbeitsstruktur entwickeln müssen. „Aber wir wissen, dass wir die Zwischenergebnisse mit Trägern und Eltern diskutieren müssen.“

Sozialministerin Kristin Alheit bemühte sich, die Situation zu beruhigen. „Mein Ziel ist eine Reform im Interesse der Eltern und Familien, denn um die geht es. In den Prozess will und werde ich selbstverständlich auch Elternvertretungen und weitere Beteiligte einbinden. Das Kita-System muss transparenter und langfristig für Eltern kostenfrei werden.“

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