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Bahnverkehr ab Freitag stark eingeschränkt

Hamburg-Westerland Bahnverkehr ab Freitag stark eingeschränkt

Aufgrund von massiven technischen Problemen ist der regionale Bahnverkehr zwischen Hamburg-Altona und Westerland (Sylt) ab Freitag stark eingeschränkt. Das teilte die Nord-Ostsee-Bahn (NOB) als Betreiber am Donnerstagabend mit.

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Aufgrund von massiven technischen Problemen ist der regionale Bahnverkehr zwischen Hamburg-Altona und Westerland (Sylt) ab Freitag stark eingeschränkt.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer (Archiv)

Hamburg/Westerland. Demnach sollen NOB-Bahnen vorübergehend nur noch im Notbetrieb zwischen Niebüll und Westerland pendeln. Zwischen Itzehoe und Niebüll werden Busse eingesetzt, zwischen Itzehoe und Hamburg verkehren zusätzliche Züge der Nordbahn.

Als Grund für das Notkonzept (Infos unter www.nob.de oder Telefon 01807/662662) nannte die NOB technische Mängel an einigen Kupplungen, mit denen die Marschbahnwagen untereinander verbunden seien. „Wir werden alles unternehmen, um so schnell wie möglich die Marschbahn-Reisezugwagen wieder fahrtüchtig zu machen oder von anderen Unternehmen vorübergehend Ersatzfahrzeuge zu bekommen“, sagte NOB-Geschäftsführerin Martina Sandow. Insgesamt 90 Niederflur-Fahrzeuge seien von der Vorsichtsmaßnahme betroffen. Eine Reparatur könne jedoch mehrere Wochen dauern. Sobald die betroffenen Teile untersucht oder ausgetauscht worden seien, will die NOB wieder den „Regelbetrieb“ aufnehmen. Allerdings bedient ab dem 11. Dezember mit der Deutschen Bahn ein anderer Anbieter diese Strecke: Einen entsprechenden Vertrag hatten am Donnerstag Landesverkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) und der Leiter der DB Regio AG im Norden, Torsten Reh, in Itzehoe unterzeichnet, wie das Verkehrsministerium mitteilte. Mit dem Fahrplanwechsel übernimmt das Unternehmen damit die Strecke von der Nord-Ostsee-Bahn (NOB). Für die täglich rund 19 000 Fahrgäste auf der Marschbahn versprach Reh ein „attraktives Angebot“. Sein Unternehmen hatte sich in der Ausschreibung des Landes gegen die NOB und die Firma Abellio durchsetzen können. Die Trassen wurden für neun Jahre vergeben.

Mit der DB Regio übernehme ein erfahrener Anbieter die Trassen, teilte Minister Meyer mit. „Gemeinsam mit der Deutschen Bahn wollen wir einen attraktiven und starken Nahverkehr bieten und den Inselverkehr für die Zukunft rüsten.“ Hierzu sollen im sogenannten „Sylter Sommer“ von April bis Oktober an den Wochenenden künftig je zwei Sprinterzüge mit nur wenigen Halten in beide Richtungen fahren. Die Fahrt von Hamburg nach Westerland dauere mit ihnen nur rund zweieinhalb Stunden. Anschlussverbindungen in Heide würden besser abgestimmt, in Glückstadt soll ein zusätzlicher Zug halten, außerdem soll künftig ein Schnellbus zwischen Itzehoe und Brunsbüttel fahren.

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Ein Artikel von
Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

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