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Entschädigungsklage im September vor Gericht

Tote „Gorch Fock“-Kadettin Entschädigungsklage im September vor Gericht

Acht Jahre nach dem noch immer ungeklärten Tod der „Gorch-Fock“-Kadettin Jenny Böken befasst sich im kommenden Monat Nordrhein-Westfalens höchstes Verwaltungsgericht mit dem Fall. Die mündliche Verhandlung ist für den 14. September angesetzt, wie das Gericht am Montag bekanntgab.

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Jenny Böken war 2008 während ihrer Nachtwache vom Oberdeck der "Gorch Fock" ins Wasser gestürzt.

Quelle: Carsten Rehder/dpa (Symbolfoto)

Münster. Im Berufungsverfahren vor dem OVG Münster klagen die Eltern der 2008 über Bord des Segelschulschiffes der Bundeswehr gegangenen Frau auf Entschädigung in Höhe von 20.000 Euro. Die mündliche Verhandlung ist für den 14. September angesetzt, wie das Gericht am Montag bekanntgab.

Jenny Böken aus Geilenkirchen (Kreis Heinsberg) war 2008 während ihrer Nachtwache vom Oberdeck des Schiffes ins Wasser gestürzt, sie konnte nicht gerettet werden. Ihre Eltern verlangen nun vom Staat eine Entschädigung. Diese steht Soldaten zu, wenn sie bei einer besonders lebensgefährlichen Aufgabe verunglücken. Mit ihrem Argument, ihre Tochter sei bei widrigen Wetterbedingungen zu schlecht gesichert und zudem krank gewesen, waren die Kläger in erster Instanz gescheitert.

Das Verwaltungsgericht in Aachen nannte den Einsatz der Offiziersanwärterin im Sanitätsdienst zwar lebensgefährlich, doch nicht besonders lebensgefährlich. So hatten die Klagegegner argumentiert, das Schiff habe so ruhig im Wasser gelegen, dass es keine Schwimmwesten gebraucht habe.

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Fall Böken in Münster
Foto: War der Dienst, den Jenny Böken auf der "Gorch Fock" verichtete, besonders lebensgefährlich? Darüber entscheiden die Richter.

Acht Jahre nach dem Tod der Bundeswehr-Kadettin Jenny Böken auf dem Segelschulschiff „Gorch Fock“ hat in Münster die Berufungsverhandlung in dem Fall begonnen. Zum Auftakt des Verfahrens vor dem Oberverwaltungsgericht warnte der Vorsitzende Richter am Mittwoch aber vor zu hohen Erwartungen.

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