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Tradition: Eisbeinessen der Schiffsmakler

Hamburg Tradition: Eisbeinessen der Schiffsmakler

Eigentlich hat die Schifffahrtsbranche gerade so gar keinen Grund zum Feiern. Überkapazitäten, Werftenkrise und kaum noch Kredite für Schiffsneubauten drücken die Stimmung in der Branche. Eine Veranstaltung trotzt jedoch der Krise: das traditionelle Eisbeinessen der Vereinigung Hamburger Schiffsmakler (VHSS).

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Partnerland des traditionellen Eisbeinessens der Schiffsmakler war in diesem Jahr Schweden.

Quelle: Frank Behling

Hamburg. 4700 Reeder, Seeleute, Banker oder Hafenmanager waren am Freitag zum 67. Eisbeinessen der Makler ins Hamburger Kongresszentrum CCH gekommen. „Hamburg ist der wichtige Hafen in Nordeuropa. Und das Eisbeinessen ist die wichtigste Veranstaltung im Jahr für uns“, sagte VHSS-Vorsitzender Christian Koopmann bei der Eröffnung. Die Schiffsmakler betreuen Reeder in den Häfen und kümmern sich um die Versorgung oder den Verkauf von Schiffen. Christian Koopmann würdigte diesmal besonders die Rolle Hamburgs als Kreuzfahrthafen. Ein großer Teil der Schiffsmakler sind inzwischen im Bereich der Kreuzfahrt tätig.

Kummer bereitete den Maklern die Containerschifffahrt.  An den Tischen vieler Agenturen waren die Probleme und vor allem die raschen Veränderungen in der Szene ein Thema. Einbrüche beim Umschlag, Veränderungen in den Linien nach Asien und die Fusionen großer Reedereien drücken auf die Stimmung.  Besonders der Umschlag von Feeder-Containern für den Ostseeraum ist gerade in Hamburg rückläufig. Viele Reedereien nutzen entweder den Nachbarn Rotterdam oder fahren gleich mit großen Schiffen bis in die Ostsee. Kurz vor dem Eisbeinessen hatte selbst der sonst als Branchenprimus geltende dänische Maersk-Konzern angekündigt, dass die Gewinne im dritten Quartal 2015 um 600 Millionen Dollar niedriger ausgefallen sind. Und auch im Jahresüberblick wird 2015 das Gewinnziel des dänischen Großkonzerns von 3,4 Milliarden Dollar nicht erreichbar sein.

Dennoch kratzten diese Krisenthemen nur oberflächlich am Gemüt der Veranstaltung, bei traditionell neben dem deftigen Essen auch viel Alkohol gereicht wird.  „Der Mensch liebt nun mal die Geselligkeit. Vielleicht ist das auch ein Teil des Erfolgsrezeptes des Eisbeinessens“, sagte Koopmann.  Partnerland des 67. Eisbeinessens ist diesmal Schweden. „Schweden gehört zu unseren treuesten Partnern“, sagte Koopmann in der Ansprache. Das Eisbeinessen der Schiffsmakler wird traditionell am ersten Freitag im November in Hamburg abgehalten. In den vergangenen Jahren hat sich diese Veranstaltung auf mehrere Tage ausgedehnt. Schon in der Woche vor dem Eisbeinessen finden in Hamburg zu Konferenzen und Treffen der Teilnehmer statt, die zum Teil aus aller Welt anreisen.

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