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UKSH erweitert Chefetage auf fünf Sitze

Landesklinikum UKSH erweitert Chefetage auf fünf Sitze

Im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) gibt es zwei neue und gut dotierte Spitzenjobs. Wie das UKSH am Mittwoch mitteilte, wird der Vorstand um Prof. Jens Scholz von drei auf fünf Mitglieder ausgebaut.

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Der UKSH-Vorstand wird erweitert.

Quelle: eis: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Die Mehrkosten für die größere Chefetage von mindestens 250000 Euro im Jahr sollen durch die Streichung einer Koordinierungsstelle samt Mitarbeitern finanziert werden.

„Die Aktion ist für das Land kostenneutral“, sagte ein Sprecher des Wissenschaftsministeriums. Grundlage sei das neue Hochschulmedizingesetz. Darin ist festgelegt, dass die Universitätsmedizin in der Chefetage des UKSH einen größeren Einfluss erhält. Konkret: Neben Chef Scholz, Peter Pansegrau (kaufmännischer Vorstand) und Christa Meyer (Krankenpflege und Patientenservice) wird das UKSH künftig von zwei Medizinern mitgeführt. Der Kieler Professor Ulrich Stephani und sein Lübecker Kollege Prof. Thomas Münte sollen im Vorstand den Bereich Forschung und Lehre vertreten.

UKSH-Führungskosten steigen

Damit steigen zwangsläufig die UKSH-Führungskosten, die der Landesrechnungshof schon bislang als im Bundesvergleich sehr hoch kritisiert hatte. Vorstandschef Scholz erhielt 2015 inklusive Leistungszulagen rund 640000 Euro. Pansegrau bekam knapp 300000, Meyer rund 225000 Euro. Für die beiden Medizinprofessoren gibt es eine Übergangsregelung. Sie sollen das UKSH mit seinen rund 13000 Mitarbeitern später hauptamtlich mitleiten und das für ein Grundgehalt von angeblich je 130000 Euro. Der Vorstand des Landesklinikums, das immer noch rote Zahlen schreibt, würde damit insgesamt gut 1,4 Millionen im Jahr erhalten.

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Ein Artikel von
Ulf B. Christen
Landeshaus-Korrespondent

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