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Jetzt auch Geflügelpest bei Hausgeflügel

Umweltministerium Jetzt auch Geflügelpest bei Hausgeflügel

Erstmals ist die Geflügelpest bei Hausgeflügel in Schleswig-Holstein nachgewiesen. 18 Puten sind verendet. Alles andere Geflügel des Halters muss jetzt getötet werden. Das hat das Umweltministerium bekanntgegeben.

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Die Geflügelpest ist inzwischen auch in Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg sowie in Polen, Ungarn, Österreich und der Schweiz aufgetreten.

Quelle: Bernd Wüstneck/dpa (Symbolfoto)

Kiel. Bei einem Geflügelhalter in Ostholstein sind Puten an Vogelgrippe verendet. Damit müssen erstmals in Schleswig-Holstein Tiere wegen der Geflügelpest getötet werden. „Wir müssen davon ausgehen, dass das hochaggressive Virus von Wildvögeln auf Nutztiere übergangen ist und sich in Windeseile weiter ausbreitet,“ sagte Umweltminister Robert Habeck am Donnerstag in Kiel.

Der betroffene Geflügelhalter hatte sofort das Aufstallungsgebot befolgt. Doch seine Puten waren offenbar bereits infiziert – 18 Tiere verendeten. Das Landeslabor Neumünster fand in den Kadavern den Vogelgrippe-Virus H5. Auch wenn der Nachweis der Geflügelpest (HPAI H5N8) noch aussteht, muss das übrige Geflügel des Hofes gekeult werden. Wo dieser liegt, gibt das Ministerium aus Rücksicht auf den Geflügelhalter nicht bekannt.

Um den Nebenerwerbsbetrieb wird eine Sperr- und Beobachtungszone eingerichtet. Dort dürfen vorerst kein lebendes Geflügel und keine Geflügelprodukte gehandelt werden. Eier dürfen nur mit Sondergenehmigung verkauft werden. Solche Zonen gibt es auch im Kreis Plön, die bis in den Kreis Segeberg reichen, und im Kreis Rendsburg-Eckernförde bis in den Kreis Schleswig-Flensburg hinein. Der Verdacht bei Totfunden an der Schlei ist inzwischen bestätigt. Das Ergebnis für Tiere vom Stocksee und Segeberger See stehen noch aus. Über das Bürgertelefon werden laufend weitere Totfunde auch aus anderen Landesteilen gemeldet. Es wird daher mit weiteren Sperrzonen gerechnet. Einbußen und alle Labor- und Tierarztkosten gehen zu Lasten der Halter. Der Tierseuchenfonds tritt erst ein, wenn in einem Bestand Geflügelpest nachgewiesen ist. Wer sein Geflügel noch nicht angemeldet hat, muss das jetzt beim Kreisveterinäramt nachholen.

Die Geflügelpest ist inzwischen auch in Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg sowie in Polen, Ungarn, Österreich und der Schweiz aufgetreten.

Bürgertelefon eingerichtet

Um Fragen von Bürgerinnen und Bürgern zu beantworten, richtet das Land ein Bürgertelefon ein. Dieses ist von Donnerstag an ab 10.00 Uhr freigeschaltet und von da zunächst werktags von 9.00 bis 17.00 Uhr besetzt und unter 0431-160 6666 erreichbar. Zudem hat der betroffene Kreis Plön ab 10. November unter der Telefonnummer 04522-74387 Mo-Do von 8.30-17.00 Uhr, Fr 8.30-13.00 Uhr ein Bürgertelefon eingerichtet.

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Foto: In Schleswig-Holstein sind im Kreis Plön seit vergangener Woche mehr als 240 tote Wildvögel entdeckt worden - die meisten hatten den Geflügelpest-Erreger H5N8.

Die Vogelgrippe grassiert im Norden: Nach Plön wurde im Kreis Rendsburg-Eckernförde, aber zudem auch in Mecklenburg-Vorpommern bei toten Wildvögeln das hochansteckende Virus H5N8 nachgewiesen. Die Laborbefunde für mehrere Kadaver im Kreis Segeberg stehen noch aus.

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