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Tornados in Schleswig-Holstein möglich

Wetterwarnlage des DWD Tornados in Schleswig-Holstein möglich

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor verbreitet starken Gewittern in Schleswig-Holstein und Hamburg. Die Bildung von Tornados sei nicht auszuschließen. Auch gebe es eine lokale Unwettergefahr durch heftigen Starkregen.

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Tornados sind nicht auszuschließen, schreibt der  Deutsche Wetterdienst (DWD) in seiner Warnlage für Schleswig-Holstein und Hamburg.

Quelle: Britta Lieske/dpa

Kiel/Hamburg. Der Deutsche Wetterdienst hat um 6.30 Uhr eine Unwetterwarnung für Schleswig-Holstein und Hamburg herausgegeben. Am Mittwoch soll es verbreitet zu Gewittern mit Starkregen um 20 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde mit stürmischen Böen um 65 km/h (Bft 8) und kleinkörnigem Hagel kommen. Örtlich seien Unwetter durch heftigen Starkregen mit Mengen bis 40 Litern pro Quaratmeter und Stunde möglich.

Die Bildung einzelner Tornados könne nicht ausgeschlossen werden, hieß es in der Unwetterwarnung von 6.30 Uhr. Den Warnlagebericht will der DWD im Laufe des Tages immer wieder aktualisieren. Gegen 14 Uhr wurde eine Unwetterwarnung für den nördlichen Teil Schleswig-Holsteins herausgegeben. Betroffen von der Warnung vor markantem Wetter sind insbesondere die Kreise Nordfriesland und Schleswig-Flensburg.

Erst in der Nacht zu Donnerstag soll das Gewitterrisiko vorübergehend nachlassen. Die Wetterlage wird geprägt durch eine Tiefdruckrinne, die sich von den Britischen Inseln über Norddeutschland bis nach Moldawien erstreckt. Sie bringt sehr feuchte Luft nach Schleswig-Holstein und Hamburg.

Von Donnerstagabend bis einschließlich Sonnabend ist erneut mit länger anhaltendenden starken Regenfällen und auch mit unwetterartigem Starkregen zu rechnen. Besonders trifft es voraussichtlich den Nordosten und den Osten von Deutschland: „Dabei besteht wegen vielfach wassergesättigter Böden hohe Hochwasser- und Überschwemmungsgefahr“, sagt Meteorologe Adrian Leyser vom Deutschen Wetterdienst. Dazu kommt Wind im Süden und Osten: Bei den aufgeweichten Böden reichten niedrige Geschwindigkeiten, um Bäume umstürzen zu lassen.

Dauereinsatz für die Feuerwehr

Bereits am Dienstagabend hatte Starkregen Teile von Hamburg und Schleswig-Holstein unter Wasser gesetzt. Die Helfer mussten innerhalb kurzer Zeit zu über 200 Einsätzen ausrücken. Besonders betroffen war nach Angaben der Feuerwehr vom Mittwoch der Westen der Stadt. Keller waren vollgelaufen und Straßen kurzzeitig überschwemmt. Im Verkehr verursachte das Unwetter kurzzeitig Behinderungen, größere Straßensperrungen gab es nach Angaben der Einsatzkräfte jedoch nicht. Auch Menschen wurden nicht verletzt. Insgesamt verzeichnete die Feuerwehr 231 Einsätze in vier Stunden.

Auch in Schleswig-Holstein standen Keller und Straßen unter Wasser. Zudem haben Feuerwehrleute am Dienstagabend in Kellinghusen (Kreis Steinburg) einen Autofahrer aus einem vollgelaufenen Wagen befreit. „Das Wasser war schlagartig bis 20 Zentimeter unters Dach in dem Wagen hochgeschossen“, sagte der stellvertretende Wehrführer Oliver Heesch am Mittwoch. Dadurch habe sich die Türverriegelung nicht mehr aufheben lassen. Insgesamt rückten Einsatzkräfte bis in die Nacht zu 53 Einsätzen aus. In einem Fall habe das Wasser in mehreren Wohnungen und einer Arztpraxis einen Meter hoch gestanden. Mehrere Straßen an der Stör standen unter Wasser.

Tornado wütete in Hamburg

Erst in der vergangenen Woche hat ein Tornado eine Schneise der Zerstörung in Hamburg hinterlassen. 1000 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um die Schäden zu beseitigen. Von der Stärke der Naturgewalt zeugten entwurzelte Bäume, beschädigte Dächer und zertrümmerte Gartenhäuschen. Wenige Tage zuvor wurden Tornados in Schleswig-Holstein gesichtet. Hier kam glücklicherweise niemand zu Schaden.

Hier finden Sie Fotos von den Auswirkungen des Tornados.

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Genau vorhersagen könne man Tornados nicht, sagt der Kieler Klimaforscher Mojib Latif. Denn Tornados entstehen spontan in so genannten kleinräumigen Gewitterzellen mit einem Durchmesser von wenigen hundert Metern, wenn aufgeheizte Luft plötzlich von einem Schwall Kaltluft erfasst wird und sich dann eine Windhose bilde.

Hier sehen Sie Bilder vom Tornado 1973 in Kiel.

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Neu ist das Unwetter-Phänomen in Norddeutschland nicht. Bereits in der Vergangenheit haben Tornados immer wieder einmal in Norddeutschland gewütet.

mit dpa

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