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Gewitter und Starkregen über Schleswig-Holstein

Unwetterwarnung des DWD Gewitter und Starkregen über Schleswig-Holstein

Von schönem Sommerwetter ist in Schleswig-Holstein weiter keine Spur: In Teilen Schleswig-Holsteins hat es am Mittwochabend starke Gewitter gegeben. Keller und Baugruben waren vollgelaufen. Zum Teil fielen bis zu 35 Liter pro Quadratmeter.

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Der Blick aus dem Fenster zeigt: Dunkle Wolken hängen über Kiel.

Quelle: Tanja Köhler

Kiel. Die unwetterähnlichen Niederschläge haben am Mittwochabend in Kiel und weiten Teilen Schleswig-Holsteins aber auch zu Verkehrsbehinderungen geführt. Zuvor hatte der Wetterdienst vor Gewittern mit Starkregen und Tornados in Hamburg und Schleswig-Holstein gewarnt.

In Kiel war ein Balkon mit Wasser vollgelaufen. Zudem war auf einer Baustelle im Schwanenweg in Kiel-Düsternbrook nach 18 Uhr Regenwasser in größeren Mengen in eine Baugrube gelaufen. Es drohten schwere Schäden am Baugerät. Einsatzkräfte der Kieler Feuerwehr rückten deshalb mit mehreren Pumpen an und saugten das Wasser wieder aus der Baugrube. Der Einsatz dauerte bis in den Abend. 

In Felde gab es einen Blitzeinschlag in einen Baum. Dabei drohte auch ein Haus In Brand zu geraten. Die Polizeileitstelle in Kiel hatte ebenfalls keine besonderen Einsätze zu vermelden.

Im Bereich Südangeln (Kreis Schleswig-Flensburg) wurden 25 Feuerwehreinsätze gezählt. In Schaalby (Kreis Schleswig-Flensburg) schlug ein Blitz in das Dach eines Einfamilienhauses ein, teilte die Polizei mit. Personen seien aber nicht zu Schaden gekommen.

 

Ausblick für Schleswig-Holstein

In der Nacht zum Donnerstag lässt das Gewitterrisiko vorübergehend nach. Am Donnerstag sind erneut einzelne Gewitter mit Starkregen um 20 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde, stürmischen Böen um 65 km/h (Bft 8) und kleinkörnigem Hagel möglich.

„Das unbeständige, niederschlagreiche und meist nur mäßig warme Wetter bleibt uns bis auf weiteres erhalten“, sagte Meteorologe Adrian Leyser vom Deutschen Wetterdienst. Von Donnerstagabend bis einschließlich Sonnabend ist erneut mit länger anhaltendenden starken Regenfällen und auch mit unwetterartigem Starkregen zu rechnen.

Besonders trifft es voraussichtlich den Nordosten und den Osten. „Dabei besteht wegen vielfach wassergesättigter Böden hohe Hochwasser- und Überschwemmungsgefahr“, sagte Leyser. Dazu kommt Wind im Süden und Osten: Bei den aufgeweichten Böden reichten niedrige Geschwindigkeiten, um Bäume umstürzen zu lassen.

Ursache ist eine Tiefdruckzone mit mehreren Kernen, die sich von den Britischen Inseln bis nach Osteuropa erstreckt. Sie lässt feuchte und nur mäßig warme Atlantikluft nach Deutschland. Die Folge am Donnerstag: Schauer, Gewitter und wegen des hohen Wassergehalts der Luft auch immer wieder Starkregen. Im Osten steigen die Temperaturen dann zwar noch bei sonnigen und trockenen Abschnitten bis auf 26 Grad. Schon am Abend übernimmt aber ein neues Tief vom östlichen Alpenrand die Regie und erreicht einen Tag später die Ostsee.

Von Tanja Köhler, Frank Behling und dpa

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Tanja Köhler
Ressortleiterin Digitale Angebote

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