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Polizei stellt sich auf Alkohol-Exzesse ein

Vatertag in SH Polizei stellt sich auf Alkohol-Exzesse ein

Die Polizei im Norden will Alkohol-Exzesse am Vatertag verhindern. Öffentliche Saufgelage und Randale sollen in Schleswig-Holstein keine Chance haben. Die Polizei setze vielerorts mehr Kräfte ein, kündigten mehrere Polizeidirektionen an.

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Die Polizei im Norden stellt sich am Vatertag auf Alkohol-Exzesse ein.

Quelle: Nora Saric (Archiv)

Kiel. „Vieles hängt vom Wetter ab“, sagte Michael Gohr, Chef der Polizeistation Glückstadt (Kreis Steinburg) am Mittwoch. Anders als im vergangenen Jahr sagen die Meteorologen diesmal landesweit schönes Wetter voraus. Das könnte Trinkfreudige eher verleiten, im Freien zu feiern.

„In Timmendorfer Strand sind wir in den vergangenen Jahren gegen Alkoholexzesse massiv aufgetreten, so dass sich hier das Problem inzwischen entschärft hat“, sagte Stefan Muhtz, Sprecher der Lübecker Polizeidirektion. „Wir wissen aber nicht, wohin sich das genau verlagern könnte.“ Die Lübecker Polizei wünscht, „dass alle Polizistinnen und Polizisten einen ruhigen Einsatztag erleben dürfen. Deshalb soll das diesjährige Motto lauten: „Ohne Alkohol geht`s auch! Damit der Vatertag kein Himmelfahrtskommando wird.““

In den vergangenen Jahren musste die Polizei in Kollmar (Kreis Steinburg) am Hafen und im Strandbereich oft einschreiten wegen Gewalt unter alkoholisierten Jugendlichen. Diesmal wird die Polizeistation Glückstadt wieder mit verstärkten Kräften den Hafenbereich und die Umgebung überwachen und Personen kontrollieren. „Betrunkene Kinder oder Jugendliche werden den Eltern oder einer geeigneten Einrichtung kostenpflichtig zugeführt, falls sie nicht abgeholt werden können“, hieß es. „Zudem werden die Verkehrsteilnehmer am Himmelfahrtstag verstärkt durch die Polizei überwacht, Radfahrer nicht ausgenommen.“

Feiergesellschaften auf Trecker-Gespannen will die Polizei nicht tolerieren: „Werden Personenbeförderungen in unzulässiger Weise durchgeführt, machen sich die Fahrer strafbar.“

Auch Brokstedt (Kreis Steinburg) mit seinem Lanz Bulldog Treffen gehört zu den beliebten Vatertagstreffen. 2015 kam es rund um den eigentlichen Veranstaltungsort zu Auseinandersetzungen angetrunkener Männer. Die Polizei will dafür sorgen, dass die Besucher die Traditionsveranstaltung „friedlich und sicher genießen können!“

Mehrere Brennpunkte beschäftigten die Polizeidirektion Neumünster in der Vergangenheit. Dazu gehört das Gelände am Einfelder See, dort „feierten“ früher 800 bis zu 1000 Menschen, und es kam zu Ausschreitungen. „Dank unseres energischen Einschreitens hat sich das Vatertagsgeschehen inzwischen mehr zum Bordesholmer See verlagert“, sagte Polizeisprecher Sönke Hinrichs am Mittwoch. Die Vogelwiese am Bordesholmer See und der Hochzeitswald am Aalredder stehen auch im Fokus der Polizei. Dort hat es auch schon Auseinandersetzungen gegeben.

Das Amt Bordesholm habe erneut eine Allgemeinverfügung erlassen, betonte Hinrichs. Am Himmelfahrtstag dürfen maximal 100 Menschen auf die Vogelwiese, im Hochzeitswald sind höchstens 80 Personen erlaubt. „Grillen und offenes Feuer sind verboten“, sagte Hinrichs. „Wir werden Rucksäcke kontrollieren, wenn nötig Platzverweise aussprechen oder auch im Einzelfall jemanden in Gewahrsam nehmen.“

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