17 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Pelztierhaltung soll verboten werden

Forderung im Bundesrat Pelztierhaltung soll verboten werden

Der Bundesrat hat auf Antrag von Schleswig-Holstein über ein Verbot der Haltung von Pelztieren beraten. Nach dem Willen der Landesregierung soll das Tierschutzgesetz geändert werden.

Voriger Artikel
Verdi weitet Post-Streiks noch einmal aus
Nächster Artikel
Hehlerei von Reitutensilien

Robert Habeck: Ein Pelzmantel ist kein elementares Grundbedürfnis.

Quelle: Volker Rebehn

Kiel/Berlin. Umweltminister Robert Habeck forderte am Freitag im Bundesrat, Nerzfarmen zu verbieten: "Es wird Zeit, auch bei uns in Deutschland dem Elend insgesamt ein Ende zu setzen und die Haltung von Pelztieren zum alleinigen Zwecke der Tötung zur wirtschaftlichen Verwertung der Pelze vollständig zu verbieten." Habeck berief sich dabei auf den Tierschutz, der als Staatsziel sowohl im Grundgesetz als auch in der Landesverfassung von Schleswig-Holstein festgeschrieben ist. Österreich, Kroatien und England hätten die Pelztierhaltung inzwischen ganz oder teilweise verboten. In den Niederlanden sollen bis 2024 alle Nerzfarmen geschlossen werden; ein Verbot für Chinchillas und Füchse existiert dort seit 2008.

"Ob eine art- und verhaltensgerechte Haltung von Pelztieren überhaupt möglich ist, erscheint fraglich. Fest steht aber in jedem Fall, dass ein Pelzmantel kein elementares Grundbedürfnis ist – damit besteht auch kein vernünftiger Grund zum Halten und Töten von Tieren zur Pelzgewinnung", sagte Habeck. Im Vordergrund der Tierschutzpolitik müsse die ethische Verpflichtung stehen, Rahmenbedingungen zu schaffen, die Tiere vor vermeidbaren Schmerzen und Leiden schützen, aber auch ethisch nicht vertretbare Tötung von Tieren zu verhindern. Der Antrag soll nun in den Ausschüssen des Bundesrates beraten werden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

Mehr aus Nachrichten: Schleswig-Holstein 2/3