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Hund verendet qualvoll an Schneckenkorn

Verbraucherzentrale warnt Hund verendet qualvoll an Schneckenkorn

Ein Hund ist Schleswig-Holstein qualvoll gestorben. Todesursache: Schneckenkorn, das verbreitete Mittel, mit dem Gartenbesitzer den Schnecken den Garaus machen. Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein fordert nun klare Warnhinweise auf der Verpackung des Mittels.

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Schneckenkorn wird gegen Nacktschnecken eingesetzt.

Quelle: Jan von Schmidt-Phiseldeck

Kiel. Es sollte ein entspannter Besuch bei Freunden werden: Die Besucher kamen mit Hund, die Familie selbst hat auch einen Hund. Dass man Schneckenkorn im Garten eingesetzt hatte, schien kein Problem. „Die Familie hat das Schneckenkorn aufgrund der Verpackung und Aufmachung für harmlos gehalten. So steht dort unter anderem ’schont Igel und andere Nützlinge’. Die Familie ging davon aus, dass das Mittel dann erst recht harmlos für Hunde ist. Der eigene Hund hat es auch nicht gefressen“; schildert Selvihan Koç von der Verbraucherzentrale den Vorfall.

Doch dann sei der Besucherhund irgendwann mit einer blaugefärbten Schnauze aus dem Garten gekommen. Als feststand, dass das Tier die blauen Körner des Schneckenvernichtungsmittels gefressen haben musste, war es bereits zu spät. Das Tier ging elendig zugrunde. Ein Tierarzt stellte das Schneckenkorn als Todesursache fest.

Schneckenkorn ist ein Sammelbegriff für verschiedene Produkte. Sie können unterschiedliche Zusammensetzungen und Wirkmechanismen enthalten – unter anderem auch Metaldehyd, dessen Einnahme für Kinder und Säugetiere tödlich enden kann. „Wir können nur vor leichtsinnigem Einsatz des Schneckenkorns warnen. Die zugesetzten Bitterstoffe schrecken offenbar nicht ausreichend ab. Wer es einsetzt, muss sicherstellen, dass weder Kinder noch Haustiere gefährdet werden“, sagt Koç. Deshalb sollte man sich fragen, ob der Einsatz wirklich notwendig ist oder ob es Alternativen gibt. Bei dem geringsten Verdacht, dass ein Kind oder ein Haustier die Körner gefressen hat, sollte sofort ein Arzt beziehungsweise ein Tierarzt aufgesucht werden.

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