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30 Millionen Euro extra für Busse und Bahnen

Verkehr im Norden 30 Millionen Euro extra für Busse und Bahnen

Schleswig-Holstein startet eine neue Bahnoffensive. Mit Blick auf zusätzliche Bundesmittel kündigte Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) am Dienstag eine ganze Reihe von Nahverkehrsprojekten an, um mehr Menschen für Bahn und Bus zu begeistern.

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Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD): „Wir können uns mehr Bahn- und Busangebote für Schleswig-Holstein leisten.“

Quelle: Ulf Dahl (Archiv)

Kiel. Ein Schwerpunkt ist die Kiel-Region. Bereits im Winter könnte im Zuge der Reaktivierung der Strecke zum Schönberger Strand eine Regionalbahn zwischen dem Kieler Hauptbahnhof und Kiel-Oppendorf verkehren.

„Wir können uns mehr Bahn- und Busangebote für Schleswig-Holstein leisten“, sagte Meyer. Grund: Der Bund will den Ländern mehr Regionalisierungsmittel überweisen, allein Schleswig-Holstein im Schnitt 30 Millionen Euro zusätzlich im Jahr. Auf Meyers Projektliste ganz oben steht die Reaktivierung der Kieler Strandbahn Hein Schönberg. Bereits in knapp zwei Wochen soll in Kiel der Bau der neuen Haltepunkte in Ellerbek und Oppendorf beginnen. Geht alles glatt, wäre die innerstädtische Bahnstrecke im Dezember befahrbar. Bis zur Freigabe der Gesamtstrecke bis zum Schönberger Strand dürften aber noch Jahre vergehen.

Als weitere Kurzstrecke soll die Route zwischen Wrist und Kellinghusen (Kreis Steinburg) reaktiviert werden. Der Minister kündigte zudem an, das Bahnangebot zwischen Kiel und Lübeck zu verbessern. Das Land hat dabei seine Pläne, die Fahrzeit zwischen den beiden größten Städten im Land mit Millionenkosten unter eine Stunde zu drücken, deutlich korrigiert.

Ziel ist es nach Protesten aus der Kiel-Region nun, beide Städte in einem Mix aus schnellen und langsamen Züge zu verbinden und insbesondere zwischen Preetz und Kiel mehr Züge fahren zu lassen. „Ich bin sicher, dass wir ein vernünftiges Konzept finden“, meinte Meyer.

Internet soll auch an Bord sein

Das Land will zudem dafür sorgen, dass Zugreisende künftig im Internet surfen können. Ein Mess-Triebwagen ist bereits unterwegs, ein erster Doppelstockzug mit Test-WLAN geplant. Die vollständige Wunschliste mit neuen Angeboten will Meyer im Winter präsentieren. Bis dahin tüftelt die Landes-Nahverkehrsgesellschaft Nah.SH an einem Schleswig-Holstein-Plan für Bahn und Bus.

Ziel ist, den öffentlichen Personennahverkehr attraktiver zu machen. Im vergangenen Jahr ist das nach Einschätzung von Meyer und Nah.SH-Geschäftsführer Bernhard Wewers gelungen. Die Zahl der Bahn-Fahrgäste stieg in Schleswig-Holstein entgegen dem Bundestrend auf mehr als 56 Millionen (Vorjahr 54,8 Millionen). Sie bewerteten das Zugangebot mit der Durchschnittsnote 2,7. Pendler erteilten eine 2,3, Gelegenheitsfahrer eine 2,6 und Bahn-Muffel eine 2,9, wobei das Angebot in den kreisfreien Städten besser wegkam als das auf dem flachen Land. Schlechter schnitt der Busverkehr ab: Durchschnittsnote 2,9.

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Ein Artikel von
Ulf B. Christen
Landeshaus-Korrespondent

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Schleswig-Holstein hat die Weichen in der Bahnpolitik richtig gestellt. Die Streckennetze wurden früher als in anderen Bundesländern ausgeschrieben und die Minderausgaben klug in den Ausbau des Zugangebots investiert. Diesen Erfolgskurs setzt Verkehrsminister Reinhard Meyer fort.

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