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Günther Fielmann ist Ehrenbürger des Landes

Verleihung in Schierensee Günther Fielmann ist Ehrenbürger des Landes

Jetzt hat Schleswig-Holstein die „glorreichen Sieben“: Ministerpräsident Torsten Albig hat am Donnerstag Prof. Günther Fielmann zum siebten Ehrenbürger des Landes ernannt.

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Dankbar ob seiner Auszeichnung: Günther Fielmann ist jetzt Ehrenbürger des Landes Schleswig-Holstein.

Quelle: Axel Heimken/dpa

Schierensee. „Wir ehren heute einen großen Unternehmer, aber in erster Linie ehren wir einen Menschen, der unserem Land darüber hinaus noch so viel Gutes getan hat: als Umwelt- und Naturschützer, als Konservator historischer Prunkstücke in Schleswig-Holstein sowie als Stifter und Mäzen“, sagte Albig in seiner Laudatio. Vor gut 70 hochkarätigen Gästen nahm der 77-jährige Fielmann auf seinem Gut Schierensee die Ehrenurkunde entgegen und trug sich ins Goldene Buch des Landes ein.

So ganz wohl fühlt sich Günther Fielmann an diesem Tag nicht. Vermutlich wäre er viel lieber mit seinem Jagdhund über die Felder gestromert. Aber Torsten Albig hatte im Vorfeld Überredungskunst bewiesen. „Ich habe ihn schließlich überzeugen können, dass der Preis auch eine gute Außenwirkung hat.“ Ein schlagkräftiges Argument, für jemanden, dem die Natur über alles geht. Ja, von solchen Menschen wie Günther Fielmann bräuchte es viel mehr. Das wurde in den Reden deutlich. „Günther Fielmann ist kein Selbstdarsteller. Die Zurückgenommenheit seiner Selbst ist erstaunlich“, formuliert es Kunsthistoriker Prof. Herwig Guratzsch. „Günther Fielmann denkt über den Tag hinaus. Er denkt in Generationen.“ Landesbischof Gerhard Ulrich schwärmt: „Wer Sie jemals über den Eisvogel erzählen hörte, weiß, wie Sie die Natur achten. Der Respekt vor der Schöpfung Gottes prägt ihr Selbstverständnis.“

Illustre Gäste im Saal

Nicht umsonst steht „Non mihi, sed posteris“ (Nicht für mich, sondern für die Nachkommen) über dem Eingang des über 200 Jahre alten Gutshauses der Familie Fielmann. Einst lebte hier Caspar von Saldern (1711-1786), kaiserlich-russischer Staatsminister. Als Geschenk erhielt er zu Amtszeiten ein Porträt von der russischen Zarin Katharina der Großen. Das hängt noch immer im „Katharinen-Saal“, in dem sich nun unter einem funkelnden Kronleuchter die Gästeschar platziert hat. Mit einem ganz zarten wissenden Lächeln blickt die einstige Herrscherin auf eine bunte Mischung. Viele aktuelle und ehemalige Politiker sind dabei wie Peter-Harry Carstensen (CDU), Ralf Stegner (SPD), Daniel Günther (CDU), Innenminister Stefan Studt (SPD). Aber auch einer der „glorreichen Sieben“, Schauspieler Armin Mueller-Stahl, ist mit seiner Frau gekommen, Udo Simonis stellvertretend für seine kranke Frau Heide, die Ehefrau des verstorbenen Uwe Ronneburger, die Lebenspartnerin von Günther Fielmann, Beate Ludwig, und die Lebensgefährtin des Ministerpräsidenten, Bärbel Boy.

Aufmerksam verfolgen auch die beiden erwachsenen Kinder von Günther Fielmann, Marc und Sophie, die teils bewegenden Reden über ihren Vater, der einmal von sich selbst sagte: „Ich bin über meine Träume hinausgewachsen.“ Nach etwas Musik und viel Applaus geht es schließlich im „grünen Salon“ weiter. „Ich bin in einem Dorf groß geworden. Das war eine kleine überschaubare Welt. Wir kannten unsere Nachbarn und lebten mit den Jahreszeiten. Mit meiner Mutter ging ich durch die Feldflur und bestimmte die Pflanzen. Irgendwie wollte ich meinem Land immer etwas zurückgeben“, sagt Günther Fielmann am Rande der Veranstaltung. Die Auszeichnung sei für ihn „Anerkennung und Ansporn“ zugleich. Und dann lud der Visionär, Vordenker und Naturfreund zum Essen ein, natürlich ganz feinheimisch: Roastbeef vom eigenen Limousin-Rind und „Großer Hans“.

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Ein Artikel von
Kristiane Backheuer
Lokalredaktion Kiel/SH

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