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Dauercamper müssen Zweitwohnungssteuer zahlen

Verwaltungsgericht Schleswig Dauercamper müssen Zweitwohnungssteuer zahlen

Das Verwaltungsgericht Schleswig hat Dauercamper in Neukirchen an der Ostsee zur Zahlung einer Zweitwohnungssteuer verpflichtet. Damit die Steuer fällig wird, genüge ein abgeschlossener Raum mit Sanitäreinrichtungen und Kochgelegenheit, urteilten die Richter.

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Dauercamper sind an der Ostsee kein seltenes Bild.

Quelle: Ulf Dahl

Schleswig. Dies werde bei den komfortabel ausgestatteten Mobilheimen mit 28 und 42 Quadratmetern Größe erfüllt, sagte ein Gerichtssprecher am Donnerstag über die zwei zu Ende gegangenen Prozesse (Az 2 A 186/15 und 2 A 179/14).

Insgesamt hatten nach Angaben von Bernd Bruhn, Bürgermeister von Neukirchen, 26 Dauercamper gegen die Steuer geklagt, die die Gemeinde in Ostholstein bereits seit Jahren erhebt. In den zwei Musterverfahren hatten die Camper argumentiert, dass sie die Wohnwagen zumindest prinzipiell aber noch bewegen könnten und sie nicht winterfest seien. Doch darauf kommt es laut Gericht nicht an.

Bürgermeister Bruhn freute sich über dieses Urteil. „Die Leute vergleichen das immer noch mit einem Campingplatz, doch sie gehören zum Ferienhausgebiet“, sagte Bruhn über die Häuser auf Rädern in dem Urlaubsort, der von der Steuer profitiert. „Das ist ein Problem auch in anderen Städten“, vermutete er. Noch ist die Entscheidung aber nicht rechtskräftig.

dpa

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