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Polizei spricht von friedlichem Festival

Wacken Polizei spricht von friedlichem Festival

Auch der Freitag des diesjährigen Open Air Festivals lief so, wie Veranstalter und Sicherheitskräfte sich das vorgestellt hatten: Ein von viel Musik, von Ausgelassenheit aber auch von viel Alkohol geprägtes Event.

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 Die Polizei ist insgesamt zufrieden mit dem Verlauf in Wacken.

Quelle: Imke Schröder (Archiv)

Wacken. Immer wieder fand die Polizei aber auch kleinere Mengen Drogen. Insgesamt 15 Mal kam es am Freitag zu entsprechenden Sicherstellungen und Anzeigen. Offenbar wird Marihuana wieder vermehrt konsumiert. In diesem Zusammenhang meldete sich ein Festivalbesucher bei der Polizei, der an einem Stand im Wackinger Village seltsame Kekse erworben hatte. Der 53-jährige Betreiber des Standes und sein 25-jähriger Sohn hatten offenbar Haschkekse verkauft. Bei einer Durchsuchung des Standes wurden 80 solcher Kekse gefunden und sichergestellt.

Die Verkäufer erwarten nun entsprechende Anzeigen sowie das Verbot, den Stand weiter zu betreiben. Ein besonderer Vorfall ereignete sich gegen 12.30 Uhr auf einer Campingfläche. Ein 51-jähriger Mann aus Borgstedt und sein 50-jähriger Freund aus Rendsburg versuchten, eine Feuerwerksrakete aus einer Flasche heraus zu starten. Als die Rakete nach dem Anzünden umfiel und die beiden sie wieder aufstellen wollten, explodierte diese. Dabei wurden die beiden Männer schwer verletzt. Mit Brand-und Schnittverletzungen sowie einem fehlenden halben Ohr wurden die Feuerwerker mit dem Rettungshubschrauber in Kliniken nach Kiel und Hamburg gebracht. Wie die Polizei ermittelte handelt es sich bei dem Feuerwerk um sogenannte: Polenböller - in Osteuropa hergestellte- besonders gefüllte-Knallkörper mit größerer Sprengkraft. Durch glückliche Umstände wurden in dem dichtbelegten Gebiet keine weiteren Personen verletzt. Bei anschließenden Durchsuchungen der Wohnungen der Geschädigten fand die Polizei große Mengen dieser verbotenen Feuerwerkskörper und stellte diese sicher. Die beiden erwartet eine Strafanzeigen nach dem Sprengstoffgesetz. Das Festival wurde durch die Aktion nicht beeinträchtigt.

Zudem war die Polizei mit 30 gemeldeten Zeltdiebstählen beschäftigt. Bislang scheint allerdings die Gesamtzahl der Diebstähle unter dem Vorjahresniveau zu liegen. Die Maßnahmen von Polizei und Veranstalter dürften wieder einmal aufgehen.

Insgesamt kann man trotz einzelner Vorfälle- auch die ein oder andere Schlägerei war zu schlichten -  wieder von einem friedlichen Festival sprechen. Bezogen auf die Menge Besucher und die Menge Alkohol sind die Vorfälle als bislang gut hinnehmbar einzustufen.

Der letzte Tag wird noch einmal spannend. Erfahrungsgemäß ist bei der Wetterlage und dem verschlammten Boden erstmal mit einer schwierigeren Abreise zu rechnen. Inzwischen ist für diese Verhältnisse bei allen Beteiligten aber  eine Routine eingetreten, so dass auch eine geschmeidige Rückreise durchaus denkbar ist.

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Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

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