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109 Bordesholmer gaben ihre Stimme ab

Premiere des Wahl-Mobils 109 Bordesholmer gaben ihre Stimme ab

Aus Sicht der Initiatoren war es ein gelungener Auftakt eines bundesweit bislang einmaligen Pilotprojektes: Insgesamt 109 Bordesholmer gaben am Sonnabend schon jetzt ihre Stimme zur Landtagswahl bei mobilen Wahlstationen ab. Dazu gehörte auch ein Wahl-Wohnmobil.

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Unscheinbar, aber medial trotzdem viel beachtet, war das Wahl-Mobil, das am Sonnabend zum ersten Mal in Bordesholm zum Einsatz kam.

Quelle: Frank Peter

Bordesholm. Wie berichtet, hatte der Landtag das Pilotprojekt bereits im Oktober auf den Weg gebracht, um die schlechte Wahlbeteiligung bei der Landtagswahl 2012 (60,2 Prozent) künftig deutlich zu steigern. Die ersten Nutzer des mobilen Wahllokals in Form eines umgebauten Wohnmobils auf einem Supermarkt-Parkplatz in Bordesholm waren aber überwiegend im gesetzteren Alter und gehörten nicht zur Pilotprojekt-Zielgruppe wahlmüder Zeitgenossen. Viele hätten ohnehin ihre Stimme bei der Landtagswahl abgegeben. „Aber es ist eben sehr praktisch und unkompliziert, das mit einem Einkauf zu verbinden“, erzählte zum Beispiel Christiane Kirchhoff, die am eigentlichen Wahltag (7. Mai) ihrer Tochter beim Umzug nach England helfen wollte.

68 Bordesholmer haben schon gewählt

Insgesamt 68 Bordesholmer gaben ihre Stimme im Wohnmobil ab, 41 in den mobilen Wahlstationen der Bordesholmer Gemeinden. „Mehr als wir ursprünglich dachten“, freute sich Amtsdirektor Heinrich Lembrecht über den Zuspruch der Bürger, darunter aber nur eine handvoll jüngerer Wähler. „Aber das kann sich in den kommenden Wochen auch durch die vielen Medienberichte noch weiter steigern.“

Ausdehnung ist möglich

Ob den Erfolg des Pilotprojektes wollte Landeswahlleiter Tilo von Riegen bei seinem Besuch in Bordesholm aber jetzt noch nicht spekulieren. „Das muss die Evaluation dieses Experiments in Zusammenarbeit mit dem Statistischen Landesamt erst noch ergeben.“ Sollte ein positiver Aspekt zur Wahlbeteiligung erkennbar sein, sei eine landesweite Ausweitung des Projektes aber durchaus möglich. 

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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