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Polizei findet Frauenleiche

Wedeler Familiendrama Polizei findet Frauenleiche

Im Wedeler Familiendrama rückt das Wohnhaus nochmals in den Fokus der Ermittler. Auf der Suche nach der vermissten Mutter nehmen sich die Polizisten den Garten und das Nachbargelände vor. Sie finden eine Frauenleiche.

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Einen Tag nach der Entdeckung zweier getöteter Kinder in dem Haus hat die Polizei am Montagmorgen die Fahndung nach der verschwundenen Mutter fortgesetzt.

Quelle: Daniel Bockwoldt/dpA

Wedel. Ein trauriger Fund: Im Familiendrama von Wedel bei Hamburg sind die Ermittler am Dienstag auf eine weitere Leiche gestoßen - vergraben in einem Gebüsch direkt hinter dem Bungalow der vierköpfigen Familie. Ob es sich bei der Toten um die Mutter der zwei getöteten Kleinkinder handelt, ließ die Polizei noch offen. Die Leiche sei noch nicht identifiziert, ergänzte eine Polizeisprecherin. Der 49 Jahre alte Vater hatte sich am Sonntagmorgen umgebracht.

Das fünfjährige Mädchen und sein zwei Jahre alter Bruder sind nach dem Ergebnis der Obduktion ertränkt worden - vermutlich am vergangenen Sonnabend. In der Rechtsmedizin soll nun geklärt werden, ob es sich bei der Leiche um die Mutter handelt. Dies liege nahe, aber gesichert sei es nicht, sagte die Sprecherin. Auch muss noch festgestellt werden, wie die Frau ums Leben kam und wer für ihren Tod verantwortlich ist.

Die Polizei geht davon aus, dass der Vater das Geschwisterpaar getötet hat. „Hintergrund der grausamen Tat dürften familiäre Probleme gewesen sein“, hieß es in einer Mitteilung der Beamten. Die Ermittler hatten die 37-jährige, aus Bolivien stammende Mutter seit Sonntag unter Hochdruck gesucht.

„Unser Ansätze waren am Dienstagmorgen noch recht dürftig“, erläuterte die Polizeisprecherin vor Fernsehteams, die sich erneut vor dem Wohnhaus eingefunden hatten. Die Suche habe sich in alle Richtungen erstreckt. „Das Naheliegendste war das Grundstück.“

Haus und Garten wurden von den Ermittlern nochmals durchkämmt. Dabei ging es hinter dem Bretterzaun des Grundstücks auch in ein Gebüsch aus Sträuchern und Bäumen. „Es war ersichtlich, dass dort das Erdreich gelockert war. Es sah so aus, als hätte dort jemand gearbeitet“, berichtete die Beamtin. Die Ermittler schauten zwischen Ästen, Zweigen und Efeu genauer hin, sie gruben etwa einen halben Meter tief - und entdeckten zur Mittagszeit die Frauenleiche. Später fuhr ein Leichenwagen vor.

Am Sonntag hätten sich die Beamten bei der Spurensuche auf Haus und Garten konzentriert, ergänzte die Polizeisprecherin. „Das war erste Priorität.“ Die Leiche sei jetzt außerhalb des Grundstücks gefunden worden. „Wir sind froh, dass wir das jetzt so schnell haben klären können.“

Doch die Erschütterung über den Fall bleibt. „Liebe Kinder, ihr ward zu jung, um jetzt schon von uns zu gehen“, hieß es auf einer Beileidsbekundung, angeheftet an das rot-weiße Absperrband der Polizei. Auf der Hausmauer vor dem Bungalow wurden Blumen abgelegt und Kerzen aufgestellt - Wedel trauert.

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Einen Tag nach der Entdeckung zweier getöteter Kinder nahe der Hamburger Stadtgrenze hat die Polizei am Montagmorgen die Fahndung nach der verschwundenen Mutter fortgesetzt.

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