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Weltweit wärmster Januar seit 1880

Wetter Weltweit wärmster Januar seit 1880

Nach dem Rekordjahr 2015 ist auch 2016 überdurchschnittlich warm gestartet. Der Januar war nach Angaben der US-Klimabehörde NOAA weltweit der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880. Die Temperatur habe 1,04 Grad Celsius über dem Durchschnitt aller Januar-Aufzeichnungen des 20. Jahrhunderts gelegen,wie die NOAA in Washington mitteilte.

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 Auch die ersten Störche sind aus ihren Winterquartieren nach Deutschland zurückgekehrt.

Quelle: Julian Stratenschulte/ Archiv/ dpa

Washington. Demnach war der Januar 2016 bereits der neunte Monat in Folge, in dem ein neuer Temperaturrekord aufgestellt wurde. Der Rekord geht vor allem auf besonders hohe Temperaturen über der Meeresoberfläche zurück: Demnach lag die durchschnittliche Temperatur dort um 0,86 Grad Celsius über dem Mittelwert des 20. Jahrhunderts. An Land lag die Januar-Temperatur etwa 1,55 Grad Celsius über dem Mittelwert des 20. Jahrhunderts.

Im Januar hatte die NOAA mitgeteilt, dass 2015 das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen 1880 war — und zwar mit deutlichem Abstand. Die Durchschnittstemperatur hat demnach um 0,9 Grad Celsius über dem Durchschnittswert des 20. Jahrhunderts gelegen.

Erste Störche wieder gelandet

Auch die ersten Störche sind aus ihren Winterquartieren nach Deutschland zurückgekehrt. Vor allem im Südwesten des Landes, aber auch in Niedersachsen, Sachsen und Sachsen-Anhalt wurden bereits Tiere gesichtet. Etwa zehn Prozent der Vögel seien wieder da, schätzt Biologe Kai-Michael Thomsen vom Michael-Otto-Institut im Naturschutzbund Deutschland (Nabu) in Bergenhusen (Schleswig-Holstein). Die früh zurückkehrenden Störche überwinterten in Spanien oder Frankreich. Außerdem blieben immer mehr der Tiere in Deutschland.

Die früh ankommenden Störche seien Winterflüchter, sagt der Biologe. „Sie fliegen aber nur so weit in den Süden, bis es frostfreie Bedingungen und keine Probleme mit dem Futter gibt.“ Forscher vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell (Baden-Württemberg) fanden heraus, dass immer mehr Störche auf dem Weg in den Süden auf Abfallbergen in Spanien oder Marokko bleiben. Mit den Zwischenstopps auf Müllkippen sparten sich die Tiere viel Energie. Dieses Verhalten habe in den vergangenen 15 bis 20 Jahren zugenommen, erläutert Thomsen.

Manche verlassen das Land nicht mehr

Wo genau die früh zurückkehrenden Vögel diesmal herkommen, kann er nicht genau sagen. Einige der Tiere verließen Deutschland gar nicht mehr: „Dass Störche hier überwintern, hat zugenommen.“ Mildere Winter sind nach Ansicht des Biologen Thomsen dafür aber nicht der alleinige Grund. Vor allem in Baden-Württemberg und Bayern gebe es Vögel, die dort auch in der kalten Jahreszeit blieben. In Bayern etwa überwintern rund 200 Störche. Auslöser für dieses Verhalten waren Zuchtprogramme in den 1950er und 1960er Jahren in der Schweiz, dem Elsass und Baden-Württemberg.

Störche aus Ostdeutschland fliegen zur Winterpause zum größten Teil auf einer Route östlich der Alpen noch bis nach Afrika. Sie beginnen, je nach Wetterbedingungen, zwischen Anfang und Mitte Februar ihre Rückreise. „Die Störche, die der Nabu mit Sendern versehen hat, sind vor einer Woche in Afrika aufgebrochen“, erklärt Thomsen. Die Tiere waren im zentralafrikanischen Tschad und im nordostafrikanischen Sudan. „Sie werden nicht vor Ende März hier sein.“ Der größte Teil der deutschen Störche kehrt von Ende März bis Anfang April nach Deutschland zurück. Nach der Rückreise-Zeit leben insgesamt rund 6000 Storchpaare in Deutschland.

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Deutsche Presse-Agentur dpa

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