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Winter hat den Norden fest im Griff

Wetter Winter hat den Norden fest im Griff

Nach einigen Tagen mit Minusgraden hat der Winter Schleswig-Holstein inzwischen fest im Griff. Am Dienstag schneite es in großen Teilen des Landes, wenn auch nicht überall ergiebig. Bis zum Wochenende bleiben die Temperaturen knapp unter null Grad - rutschige Straßen sind vorprogrammiert.

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Einer der ersten Schneeschauer des Jahres sorgte am Dienstag für glatte Straßen und Wege in Kiel.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) ist für den Winterdienst im Land verantwortlich und gewappnet für den Wintereinbruch. Rund 32 000 Tonnen Streusalz stehen in 53 Streugutlagerstätten für ein Straßennetz mit der Gesamtlänge von 8143 Kilometern zur Verfügung. Die Bevorratung kostet 2,4 Millionen Euro. Auf den Bundesautobahnen kann der Winterdienst bei Bedarf 24-stündige Einsätze durchführen, für alle anderen vielbefahrenen Straßen sind insgesamt 617 Straßenwärter und Kraftfahrer zwischen 3 und 22 Uhr einsatzbereit.

Um einen effektiven und wirtschaftlichen Winterdienst zu gewährleisten verfügt der LBV-SH über spezielle Winterdiensttechniken. Ein Straßenzustands- und Wetterinformationssystem (SWIS) ermöglicht den Autobahn- und Straßenmeistereien im Land eine gezielte Straßenwettervorhersage. 62 Streckenstationen sind an besonders gefährdeten Teilstrecken eingerichtet. Dort messen Fahrbahnsonden Temperatur, Feuchtigkeit und Salzgehalt auf der Straße. Die Daten von diesen Messstellen werden mit denen des Deutschen Wetterdienstes verknüpft und ermöglichen so eine gute Vorbereitung auf die Einsätze.

Hier sehen Sie Bilder von der Kälte in Schleswig-Holstein.

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Besondere Lösungen gegen Glätte gibt es auf der B 208 in Berkenthin auf der Brücke über den Elbe-Lübeck-Kanal. Dort zirkuliert ein Frostschutzmittel im in die Fahrbahn eingebauten Rohrsystem. Es kann bis auf 55 Grad erwärmt werden und so auch die Fahrbahntemperatur erhöhen. Auf der Haselholmer Talbrücke auf der B 76 bei Schleswig verhindert eine Taumittelsprühanlage die Glättebildung. Die Brücke muss erst bei starkem Schneefall abgestreut werden.

Für alle Bürger gilt unterdessen: Schnee muss morgens geräumt, Eis abgestreut werden. Egal, ob man Eigentümer, Mieter oder Pächter ist. Ob die Wege vor und zum Haus schon um sieben oder erst um acht Uhr sicher sein müssen, ist von Ort zu Ort unterschiedlich.

Ein Auto fährt am frühen Morgen bei starkem Schneefall über eine Landstraße bei Sehnde in der Region Hannover (Niedersachsen).

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Mit Eis zu kämpfen hatten auch die letzten im Elbe-Lübeck-Kanal verbliebenen Schiffe. Deshalb wurde die Wasserstraße Dienstagmittag gesperrt. Auch an der Schleswig-Holsteinischen Ostseeküste hat sich vereinzelt Eis gebildet. In der Schlei und vor Fehmarn meldete das Bundesamt für Schifffahrt zwei bis fünf Zentimeter dickes Eis. Auch viele Binnengewässer sind zugefroren. Der Landesfeuerwehrverband warnt jedoch weiterhin vor dem Betreten der Eisflächen.

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