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Auf Nässe folgt Kälte

Wetter im Norden Auf Nässe folgt Kälte

Überflutete Felder, steigende Pegel der Flüsse, überlaufende Regenhaltebecken: Der kräftige Regen der vergangenen Tage hat Teile Schleswig-Holsteins in eine Seenlandschaft verwandelt. Damit ist jetzt allerdings erst einmal Schluss: Es wird winterlich.

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Hochwasser auf den Feldern in der Probstei bei Brodersdorf: Die anhaltende Feuchtigkeit ließ auf einigen Feldern große, seenartige Flächen entstehen.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. „In den kommenden Tagen setzt sich ein kräftiges Hoch aus Skandinavien mit trockener Luft aus dem Osten bei uns fest“, sagt Alina Voß vom meteorologischen Beratungsdienstleister Wetterwelt in Kiel. Nach Angaben der Diplom-Meteorologin war der Niederschlag im Dezember in Schleswig-Holstein höchst unterschiedlich verteilt. Mit 104 Litern Regen lag der Norden bislang mit 119 Prozent über dem langjährigen Mittel; im Süden vor den Toren Hamburgs war es dagegen mit 40 Litern zu trocken. Bemerkenswert seien allerdings die Dezembertemperaturen, die teilweise um sieben Grad höher als im Mittel lagen und vielleicht sogar einen vor 70 Jahren im Norden gemessen Wert toppen könnten. Trotz vielerorts gefluteter Felder gibt Isa-Maria Kuhn von der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein Entwarnung: „Bis Juni wird sich das alles zurecht ruckeln. Die Ernte ist nicht in Gefahr, weil jetzt sowieso Vegetationsruhe ist und die Landwirte nicht auf den Feldern unterwegs sind.“ Generell sei Schleswig-Holstein im Ländervergleich eine „klimatische Gunstregion“, in den vergangenen Jahren sei der Norden hinsichtlich der Ernteerträge „immer vorne mit dabei“.

 Entscheidender sei die Wetterlage ab März, wenn die Felder bestellt würden. Probleme hätten derzeit aber die Forstbetriebe, weil der durchweichte Waldboden eine geregelte Holzernte erschweren würde. Und auch der Rückschnitt der Knicks längs der Felder sei derzeit kaum möglich, sagt Kuhn. Da das Einkürzen der Baum- und Strauchhecken laut Landesnaturschutzgesetz ab dem 1. März verboten ist, sei eine längere Trockenperiode jetzt wichtig.

 Der trockene Ostwind und sinkende Temperaturen mit Bodenfrost in den kommenden Tagen könnte nicht nur den Landwirten in die Karten spielen: Laut Meteorologin Alina Voß könnte es in der Zeit um den Jahreswechsel sogar schneien. In Kombination mit einem schönen Feuerwerk und einem heißen Becher Glühwein sind das doch schöne Aussichten für einen romantischen Start ins Jahr 2016.

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Ein Artikel von
Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

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