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Geflügelpest im Raum Dithmarschen nachgewiesen

Schleswig-Holstein Geflügelpest im Raum Dithmarschen nachgewiesen

Die Geflügelpest in Schleswig-Holstein weitet sich weiter aus. So wurde vom Friedrich-Löffler-Institut (FLI), dem nationalen Referenzlabor für von Vögeln stammende Influenza, der Erreger H5N8 bei einer Möwe in der Gemeinde Burg in Dithmarschen nachgewiesen.

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Die Geflügelpest in Schleswig-Holstein weitet sich weiter aus.

Quelle: Franziska Kaufmann/dpa (Symbolfoto)

Kiel. Der Kreis richtet einen Sperrbezirk von drei Kilometern um den Fundort und ein Beobachtungsgebiet von weiteren mindestens sieben Kilometern. Dieses Beobachtungsgebiet wird sich auch auf die Kreise Rensburg-Eckernförde und Steinburg erstrecken. Die tierseuchenrechtliche Anordnung des Kreises mit einer Karte der Sperrbezirks- und Beobachtungsgebietsgrenzen ist in Kürze unter www.dithmarschen.de abrufbar.

Wie das Landwirtschaftsministerium am Sonnabend weiter mitteilte, wurde zudem in einem gänsehaltenden Betrieb in der Region zunächst von Vögeln stammendes Influenzavirus H5 durch das FLI festgestellt. Der hoch krankmachende Geflügelpesterreger H5N8 wurde bislang nicht nachgewiesen. Weitere Analysen laufen. Es handelt sich um einen Standort mit etwa 1.800 Gänsen.

Am zweiten Standort des gleichen Gänsebetriebes wies das Landeslabor am Sonnabend in Neumünster den Virussubtyp H5 nach. Auch für diesen Bestand mit etwa 7.000 Gänsen laufen die weiteren Analysen des FLI, um zu prüfen, um welchen Subtyp es sich handelt und ob es niedrig- oder hoch krankmachend ist.

Entsprechend der Geflügelpestverordnung bereitet die zuständige Kreisveterinärbehörde für beide Standorte die Tötung der insgesamt rund 8.800 Gänse vor. Denn auch beim Nachweis von Influenzaviren des Subtyps H5 (oder auch H7) sowie beim H5-Verdacht ist die Tötung des Bestandes gesetzlich vorgeschrieben. Grund ist, dass die Viren der Subtypen H5 und H7 in Geflügel spontan zu einer hoch krankmachenden Form mutieren können.

Beide Betriebsstandorte wurden abgesperrt. Fremde Personen dürfen das Gelände aus Gründen des Tierseuchenschutzes nicht betreten. Landwirtschaftsminister Robert Habeck und Landrat Dr. Jörn Klimant appellierten dringend, sich daran zu halten. Verstöße gegen Regelungen auf Basis des Tiergesundheitsgesetzes sind Ordnungswidrigkeiten, die mit Bußgeldern bis zu 30.000 Euro geahndet werden können. Die fahrlässige oder vorsätzliche Verschleppung von Tierseuchen ist strafbar.

Bürgertelefon

Die Der Kreis Dithmarschen richtet ab Montag, 21. November 2016, 9 Uhr unter der Rufnummer 0481 97-1313 ein Bürgertelefon ein. Das Bürgertelefon ist bis auf Weiteres werktags in der Zeit von 9 bis 16 Uhr besetzt.

Insgesamt ist in Schleswig-Holstein in bislang sieben Kreisen der Geflügelpest-Erreger nachgewiesen worden (Schleswig-Flensburg, Rendsburg-Eckernförde, Dithmarschen, Plön, Segeberg, Herzogtum Lauenburg, Lübeck). In Deutschland sind zudem die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen betroffen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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KN-online (Kieler Nachrichten)

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Geflügelpest
Foto: Obwohl landesweit allgemeine Stallpflicht für Hausgeflügel herrscht, dürfen die Gänse in Schönmoor weiterhin frische Luft und Auslauf genießen.

Wegen der Geflügelpest wird der Sperrbezirk nahe dem Stocksee ausgeweitet. Eine tote Wildente war vom Friedrich-Löffler-Institut (FLI) positiv getestet worden. Höfe und Betriebe in den Segeberger Beobachtungszonen versuchen derzeit, die Krise zu managen. In Rickling dürfen nur noch Gänse frei laufen.

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