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Ausbau liegt im Norden bis 2019 auf Eis

Windkraft Ausbau liegt im Norden bis 2019 auf Eis

Bis zum Jahr 2019 wird die Windenergie in Schleswig-Holstein praktisch nicht mehr ausgeweitet werden.

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Windräder drehen sich bei Klanxbüll an der Nordseeküste vor Sylt.

Quelle: Christian Charisius

Kiel. Bei der Eröffnung der Branchenmesse Husum Wind hat Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) zwar angekündigt, die Landesregierung werde wohl bis Herbst kommenden Jahres überarbeitete Regionalpläne für künftige Windflächen vorlegen können. Doch: „Rechtssicherheit für Investoren wird es bis dahin nicht geben, das kann dann nochmal sechs Monate dauern.“ Damit steht fest, dass das ursprünglich bis Herbst 2018 befristete Ausbaumoratorium bis ins Frühjahr 2019 verlängert werden muss. Als Grund nannte der Regierungschef die zu erwartenden Klagen.

Günther betonte, die Landesplanung sei „mit Hochdruck“ dabei, die rund 6500 Einwendungen von Verbänden und Anwohnern gegen die bestehenden Pläne zu prüfen; dies werde voraussichtlich bis Ende des Jahres dauern. Zurzeit würden die Entwürfe für den Ausbau der Windenergie im Land grundlegend überarbeitet. Dabei habe Rechtssicherheit „oberste Priorität“.

Günther verwies auf die Pläne der Jamaika-Koalition, die Erneuerung alter Windkraftanlagen („Repowering“) vor allem an der Westküste zu erleichtern. Dort könnten die Anlagen nicht nur effizienter betrieben werden, auch die Akzeptanz für Windkraft sei in Dithmarschen und Nordfriesland größer als an manchen Binnenstandorten, wo sich Kommunen von neuen Windanlagen „quasi umzingelt“ sähen.

Zu seiner im Wahlkampf versprochenen Änderung von Abstandsregeln äußerte sich der Regierungschef vergleichsweise vage: „Ziel der Landesregierung ist es, Spielräume zu finden und zu schaffen, um die Mindestabstände zur Wohnbebauung zu vergrößern.“ Er selber, sagte Günther, finde Windkraft zwar „cool“ , doch liege der Landesregierung die Akzeptanz der Menschen für die Energiewende „sehr am Herzen“.

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Ein Artikel von
Ulrich Metschies
Wirtschaftsredaktion

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