15 ° / 11 ° Regenschauer

Navigation:
Sylt schrumpft weiter im Süden

Wintersturm Sylt schrumpft weiter im Süden

Der Wintersturm „Norkys“ hat die Nordseeinsel Sylt erneut schrumpfen lassen. An der Südspitze bei Hörnum Odde habe es in den vergangenen Tagen kleinere Abbrüche an Düne und Strand gegeben, sagte Johannes Oelerich, Direktor des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) am Freitag.

Voriger Artikel
Frachter hängt weiter fest
Nächster Artikel
Tödlicher Unfall: Polizei bittet um Hilfe

Mit Küstenschutzmaßnahmen wie dem Aufstellen der Tetrapoden versucht der Landesbetrieb den Sand an Sylts Südspitze festzuhalten.

Quelle: Niklas Wieczorek

Hörnum. „Die Verluste bewegen sich im Rahmen dessen, was wir erwartet haben“, sagte Oelerich. „Es besteht kein Anlass zur Dramatik.“

Schwere Verluste hatte die Sylter Südspitze dagegen im November 2015 hinnehmen müssen. Auf rund 850 Metern Länge und bis zu 60 Metern Breite brach damals ein Küstenstreifen weg. Rund 2,2 Hektar Land des Naturschutzgebietes fielen den Herbststürmen „Heini“ und „Iwan“ zum Opfer.

Weitere Erosionen erwartet

Sämtliche Verluste gehören zur Anpassung der Morphologie an der Landzunge dazu. „Auch wenn Menschen, die dort spazieren gehen, das womöglich anders wahrnehmen“, sagte Oelerich zum jüngsten, kleineren Abbruch. Die Sylter Südspitze driftet dem Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz zufolge seit mehreren Jahren mit der Strömung in östliche Richtung. Die Behörde erwartet noch weitere Erosionen. Das wann und wie ist jedoch schwer zu prognostizieren.

Dünenvegetation schonen

Bereits im Herbst hatte die Schutzstation Wattenmeer Touristen dazu aufgerufen, die Hörnumer Odde nur noch bei Niedrigwasser zu besuchen, um die empfindliche Dünenvegetation zu schonen. Denn bei Hochwasser verbindet nur noch ein schmaler Landstreifen die Südspitze mit dem Rest von Sylt. Dennoch entstanden bereits erste Trampelpfade in den Dünen.

Während die Odde auch wegen ihres Status als Naturschutzgebiet dem Sturm ausgesetzt ist, schützen Tetrapoden aus Beton den weiter nördlich befindlichen Ort Hörnum.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Küstenschutz
Foto: Schwerpunkt Süden: Besonders an Sylts Südspitze, vor Hörnum, schwindet der Sand auf der Nordseeinsel.

Die Herbststürme haben Sylt zugesetzt, nun muss neuer Sand her. 1,4 Millionen Kubikmeter vom Meeresgrund sollen die Insel für die neue Saison wappnen – auf rund 10,5 Kilometern Länge. Die Kosten dafür liegen bei rund 7,2 Millionen Euro.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Nachrichten: Schleswig-Holstein 2/3