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Wünsch' Dir was: Es regnet Sternschnuppen

Perseiden-Schauer Wünsch' Dir was: Es regnet Sternschnuppen

Ein außergewöhnliches Himmelsschauspiel verspricht die Sternwarte Neumünster für die Zeit vom 9. bis 13. August: Es regnet Sternschnuppen. In einer Nacht sollen sogar bis zu 100 Stück pro Stunde sichtbar sein.

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Über Schleswig-Holstein wird es kommende Woche viele Sternschnuppen regnen.

Quelle: Marco Ludwig

Neumünster. Sieht man eine, hat mein einen Wunsch frei – den darf man aber niemandem verraten, so der Aberglaube. Laut Marco Ludwig, Leiter der Sternwarte, gibt’s die Möglichkeit für eine ganze Menge Wünsche...

„Der August ist seit jeher als der Monat der Sternschnuppen bekannt“, so Ludwig. Rein wissenschaftlich betrachtet durchläuft die Erde in dieser Zeit einen alten Kometenschweif und trifft dort auf unzählige Staubpartikel, die der Komet abgesondert hat. Im Falle der Perseiden, die im Volksmund auch „Tränen des Laurentius“ genannt werden, sind diese sandkorngroßen Staubteilchen bis zu 60 Kilometer pro Sekunde schnell. „Wenn sie dann in rund 100 Kilometer Höhe auf die Erdatmosphäre treffen, verglühen sie in Sekundenbruchteilen“, so Ludwig. Beobachter sehen dann eine helle Leuchtspur am Himmel – die Sternschnuppe.

Insgesamt seien die Perseiden sogar von Mitte Juli bis Ende August sichtbar. Das Maximum erwartet der schleswig-holsteinische Astrophysiker Dr. Erich Wischnewski für die Nacht vom 11. auf den 12. August. Zwischen 22 und 4 Uhr können dann bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde sichtbar sein. „Gerade dieses Jahr erwarten die Forscher aufgrund von Bahneinflüssen des Planeten Jupiter noch mehr helle Meteore als in den Vorjahren“, erklärt der Sternwarte-Leiter. Die meisten Sternschnuppen tauchen in nordöstlicher Richtung auf. Die Meteore scheinen aus dem Sternbild Perseus zu kommen, weshalb sie Perseiden genannt werden.

Der alte Komet Swift-Tuttle, dessen Schweif für die zahlreichen Meteore verantwortlich ist, wird dabei jedoch nicht zu sehen sein. „Trotzdem besteht die Möglichkeit, auch ein paar sehr helle Sternschnuppen, sogenannte Feuerkugeln, zu sehen“, erklärt Ludwig. Dabei handele es sich um Gesteinsbrocken, die mehrere Zentimeter groß sein können und besonders hell aufleuchten. Sorgen müsse man sich aber nicht machen. „Die kleinen Perseiden verglühen in der Regel restlos und geben dabei einfach nur ein schönes Himmelsschauspiel ab“, beruhigt der Sternwarten-Leiter.

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Ein Artikel von
Anja Rüstmann
Holsteiner Zeitung

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