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Weniger Seehunde im Wattenmeer

Zählung Weniger Seehunde im Wattenmeer

Im Wattenmeer vor Schleswig-Holstein schwimmen weniger Seehunde. Die Nationalparkverwaltung in Tönning (Kreis Nordfriesland) zählte in diesem Jahr knapp 7500 Tiere. Das seien rund zehn Prozent weniger als im Vorjahr, sagte Armin Jess vom Nationalparkamt am Dienstag.

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Im Wattenmeer vor Schleswig-Holstein schwimmen weniger Seehunde.

Quelle: dpa (Symbolfoto)

Tönning. „Der Seehundbestand befindet sich jedoch nach wie vor auf einem relativ hohen Niveau“, erklärte der Experte.

Die Gründe für den Bestandsrückgang seien noch unbekannt. Mit dem Influenza-Virus aus dem Jahr 2014 hat der Rückgang nach Angaben des Biologen nichts zu tun. Damals seien 2000 Tiere gestorben. Auffällig sei jedoch, dass in diesem Sommer an einigen Stellen vermehrt tote Jungtiere entdeckt wurden, sagte Jess. Über die Gründe dafür werde noch gerätselt. Zuvor hatte NDR 1 Welle Nord berichtet. Die Zahlen für die gesamte Nordseeküste liegen bislang nicht vor, wie eine Sprecherin des Wattenmeersekretariats am Dienstag in Wilhelmshaven sagte.

Biologen zählen im Auftrag der Nationalparkverwaltung den Sommer über mehrfach die Seehunde. In Schleswig-Holstein überfliegen sie dafür das Wattenmeer bei Niedrigwasser und fotografieren die Tiere auf den Sandbänken. Die digitalen Bilder werden später ausgewertet. Pro Jahr gibt es fünf Zählflüge: Drei Zählungen im Frühsommer zur Wurfzeit, zwei etwas später zur Zeit des Haarwechsels. „Die Augustzahlen nehmen wir für die Bestandsentwicklung, da sich dann die meisten Tiere auf den Sandbänken befinden“, erklärte Jess. Die Seehunde brauchten den Sonnenschein für die Vitamin-D-Bildung während des Haarwechsels.

dpa

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