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Zahl der Arbeitslosen gesunken

Schleswig-Holstein Zahl der Arbeitslosen gesunken

Der positive Trend auf dem Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein setzt sich fort. Im Mai waren knapp 95 000 Menschen ohne festen Job. Das waren 4400 weniger als noch vor einem Jahr. Behördenchefin Haupt-Koopmann ist auch für die kommenden Monate optimistisch.

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Die Arbeitslosigkeit in Schleswig-Holstein ist im Mai erneut gesunken.

Quelle: Oliver Berg/dpa (Symbolfoto)

Kiel. Die Zahl der Menschen ohne festen Job ist in Schleswig-Holstein im Mai erneut gesunken. Ende des Monates waren im nördlichsten Bundesland nach Angaben der Arbeitsagentur vom Dienstag 94 900 Menschen arbeitslos. Dies ist die niedrigste Arbeitslosenzahl in einem Mai seit 22 Jahren. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren 4400 Menschen oder 4,4 Prozent weniger arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat sank die Zahl der Arbeitslosen saisontypisch um 3100 oder 3,1 Prozent.

„Es sieht alles gut und robust aus, die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt setzt sich fort“, sagte Regionaldirektorin Margit Haupt-Koopmann. Die Konjunktur zeige sich nach wie vor stabil. Eine Verlangsamung am Arbeitsmarkt sei bislang nicht festzustellen. Die Arbeitslosenquote lag im Mai bei 6,3 Prozent; 0,4 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

Haupt-Koopmann rechnet damit, dass sich dieser Trend fortsetzen wird: „Ich gehe davon aus, dass die Zahl der Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt unter der von 2014 liegen wird.“ Im Vorjahr waren im Schnitt 100 957 Menschen ohne festen Job gewesen.

Die Zahl neuer Arbeitslosenmeldungen ist im Norden seit Jahresbeginn weiter rückläufig. „Die Betriebe halten ihr Personal“, sagte Haupt-Koopmann. Mut macht vor allem die weiter hohe Nachfrage nach Arbeitskräften. Seit Jahresbeginn wurden 28 400 sozialversicherungspflichtigen Jobs gemeldet — besonders im Handel, im Bereich Soziales und Gesundheit sowie im Tourismus- und im Baugeschäft.

Auf dem Ausbildungsmarkt beginne derzeit der Endspurt, sagte Haupt-Koopmann. „Es geht aber eigentlich in fast allen Bereichen noch etwas.“ Besonders gute Chancen gibt es demnach aber im Einzelhandel, dem Handwerk sowie im Hotel- und Gaststättengewerbe.

Arbeitsminister Reinhard Meyer (SPD) appellierte mit Blick auf den Überhang an Bewerbern auf dem Ausbildungsmarkt an die Betriebe im Land, ihre Ausbildungskapazitäten noch einmal wohlwollend zu prüfen. Er zeigte sich erfreut, dass sich der Arbeitsmarkt weiterhin stabil entwickle, sieht allerdings mit Sorge die nach wie vor zu geringen Chancen von Langzeitarbeitslosen: „Ich setze deshalb auf koordinierte Aktionen von Land, Bund und der Bundesagentur.“ Das Land sei mit aktuell 16 laufenden Unterstützungs-Projekten in Vorleistung gegangen.

Unter den Kreisen hatte Dithmarschen im Mai mit 6,8 Prozent die höchste Arbeitslosenquote und Stormarn mit 3,8 Prozent die niedrigste. Bei den kreisfreien Städten stand Neumünster mit 10,3 Prozent am schlechtesten da und Kiel mit 9,4 Prozent am besten.

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Ein Artikel von
Deutsche Presse-Agentur dpa

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