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„Mein Schiff 5“ muss Kurs ändern

Zu windig „Mein Schiff 5“ muss Kurs ändern

Die anhaltende Westwindlage auf der Ostsee hat wieder ein Kreuzfahrtschiff zum Kurswechsel gezwungen. Die „Mein Schiff 5“ musste auf der Vorpremieren-Fahrt den Anlauf des Hafens Rönne auf der dänischen Insel Bornholm am Sonnabend absagen.

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Heftiger Wind sorgte für eine Kursänderung der "Mein Schiff 5".

Quelle: Frank Behling

Bornholm. Starke Winde und Böen mit mehr als sechs Windstärken aus nordwestlicher Richtung hatten Kapitän Kjell Holm von der „Mein Schiff 5“ bereits am Freitagabend den Kurs ändern lassen. Das 295 Meter lange Schiff sollte ursprünglich eine Ankerposition vor der Hafeneinfahrt Rönne einnehmen. Mit den Tenderbooten hätten die Passagiere von dort aus an Land gebracht werden sollen. Das war aber bei dem Wellengang und dem Wind zu riskant. „Deshalb haben wir uns entschlossen Svaneke an der Ostseite von Bornholm anzulaufen. Der Hafen liegt geschützt und ist auch sehr schön“, sagte Kjell Holm in einer Durchsage an die Passagiere.

Am Sonnabend ließ Holm dann etwa zwei Meilen vor dem kleinen Hafen an der windgeschützten Ostseite Bornholms den Backbordanker fallen und alle vier Tenderboote zu Wasser. In einem Shuttleverkehr pendelten danach die Boote zwischen dem Schiff und dem idyllischen Fischereihafen und brachten viele der über 2000 Passagiere an Land. Für das kleine Fischerdorf war es einer der größten Schiffsbesuche seiner Geschichte.

Für die Besatzung der „Mein Schiff 5“ war es auch der erste Einsatz der Tenderboote für das brandneue Schiff, das erst am 15. Juli vor Travemünde getauft wird. Die in Bremen bei der Fassmer werft gebauten Boote können rund 250 Passagiere pro Fahrt befördern. Die Landausflüge wurden kurzfristig geändert und die Busse von Rönne nach Svaneke geschickt. Am Abend um 18 Uhr lichtet Kapitän Holm wieder die Anker und nimmt Kurs auf Kiel.

Von Gdingen nach Bornholm

Die „Mein Schiff 5“ war am Mittwoch von Kiel auch zu der Vorpremierenreise gestartet. Am Freitag hatte das Schiff auf dieser Reise erstmals im polnischen Gdingen festgemacht. Von Gdingen aus ging die Reise am Freitagabend um 19 Uhr weiter nach Bornholm.

Vorher hatten am Mittwoch bereits wegen starker Winde in der Ostsee die Kreuzfahrtschiffe „Aurora“ und „Sea Princess“ ihre Kurse geändert. Die beiden Schiffe wollten Warnemünde ansteuern. Durch den starken Wind gab es aber keine Einlaufgenehmigung und die Schiffe mussten ihre Reise nach Stockholm beziehungsweise Dover fortsetzen.

Die „Mein Schiff 5“ wurde auf der Meyer Turku Werft in Finnland gebaut und wird zusammen mit der Schwester „Mein Schiff 4“ in diesem Sommer in Kiel stationiert. Zusammen mit der „Mein Schiff 1“ startet die TUI-Flotte von der Landeshauptstadt aus zu 29 Kreuzfahrten nach Norwegen und in die Ostsee.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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