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Haftanstalt muss Schlüssel austauschen

Nach Delay-Konzert Haftanstalt muss Schlüssel austauschen

Ein Konzert des Rappers Jan Delay hinter Gittern ist für ein Hamburger Gefängnis zu einem Schlüsselerlebnis der besonderen Art geworden. Weil der Norddeutsche Rundfunk in seinem Beitrag einen Schlüssel des Sicherheitsbereichs im Untersuchungsgefängnis am Holstenglacis zeigte, wurden am Tag nach dem Konzert am 4. Juni alle 600 Schlüssel ausgetauscht.

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Der NDR hatte vom Konzert mit Jan Delay berichtet und dabei einen Schlüssel gezeigt.

Quelle: Caroline Seidel dpa

Hamburg. „In der Untersuchungshaftanstalt werden in unregelmäßigen zeitlichen Abständen sämtliche Schlüssel ausgetauscht“, sagte die Sprecherin der Justizbehörde, Marion Klabunde, am Dienstag. Das sei eine Routinemaßnahme. „Am Tag nach dem Konzert von Jan Delay ist ein solcher Tausch in die Wege geleitet worden, nachdem der NDR über das Konzert berichtet hat und in einem Beitrag ein Schlüssel zu sehen war.“ Die markanten Schlüssel dürften nicht abgebildet werden, denn sonst könnten sie nachgemacht und ins Gefängnis geschmuggelt werden.

Es habe aber zu keinem Zeitpunkt ein Sicherheitsrisiko bestanden, versicherte Klabunde. „Kosten sind durch den Austausch keine angefallen, da wir für die Schließanlage eine ausreichende Anzahl von Schlüsselsätzen vorhalten.“ Einzelheiten wollte die Sprecherin mit Verweis auf Sicherheitsbedenken nicht mitteilen. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet. Der NDR bedauerte die Folgen des Beitrags. Der sei inzwischen aus der Mediathek genommen worden, hieß es.

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