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Polizei twittert über Einbrüche

#keinbruch Polizei twittert über Einbrüche

Die Zahl der Einbrüche steigt rasant an und wird bundesweit zu einem massiven Problem. Mangelhafte Sicherung an Türen und Fenstern ist laut Polizei eine der Hauptursachen. Um Bürger zu sensibilisieren und an ihrer Arbeit teilhaben zu lassen, twittern Polizeidirektionen in dieser Woche unter dem Hashtag #keinbruch Fotos und Infos von ihren Einsätzen.

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Die Zahl der Einbrüche steigt rasant an und wird bundesweit zu einem massiven Problem.

Quelle: Andreas Gebert/dpa

Mit dabei sind Bremerhaven, Berlin, Sachsen und Baden-Württemberg. Zwischen 14 und 22 Uhr senden die Direktionen fast im Minutentakt neue Tweets – auf dem Weg zu Einsätzen, vom Tatort und danach.





Einige Tweets haben durchaus Krimi-Niveau:


 Um Einbrechern die Arbeit zu erschweren und Bürger besser zu schützen, finden in den Bundesländern einige Informationsveranstaltungen statt. Die Polizei weist auch bei Twitter darauf hin.


Die Schleswig-Holsteinische Landespolizei beteiligt sich nicht an der Aktion – sie ist gar nicht bei Twitter vertreten. Das soll sich aber bald ändern. Pressesprecher Jürgen Börner plant derzeit, dass noch in diesem Jahr ein Account angelegt wird. Dieser soll besonders bei größeren Einsätzen dazu beitragen, die Bürger zu informieren. "Wir denken dabei an Anlässe wie den Besuch des israelischen Staatspräsidenten, oder Fußballspiele von Holstein Kiel." Außerdem will die Landespolizei nach Angaben von Börner Twitter nutzen, um im Internet gestreute Falschmeldungen zu entkräften – wie den angeblichen Toten bei einer Demo in Neumünster.

Von der gemeinsamen Aktion der Polizeidirektionen in den anderen Bundesländern wusste Börner noch nichts. "Wir werden uns das anschauen und mit den Kollegen austauschen. Von ihren Erfahrungen können wir nur profitieren." Sollte im nächsten Jahr wieder eine Anti-Einbruch-Initiative gestartet werden, könnte sich dann auch Schleswig-Holstein beteiligen. Bedarf besteht auf jeden Fall: Im vergangenen Jahr wurden 8600 Fälle bei der Polizei gemeldet – ein Anstieg um gut 15 Prozent im Vergleich zu 2014, der viel Potenzial für eine breit angelegte Präventionsarbeit bietet.

Das sind die Einbruchszahlen in den Polizeidirektionen der Kreise:

Anzahl der gemeldeten Einbrüche in den Polizeidirektionen
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