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Albig: Deutschland hat auch gegen Dublin III verstoßen

Migration Albig: Deutschland hat auch gegen Dublin III verstoßen

Über Schleswig-Holstein sind nach Einschätzung von Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) in diesem Jahr wohl mehr als 60 000 Flüchtlinge unregistriert nach Skandinavien gereist.

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Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig mit Finanzministerin Monika Heinold im Landtag in Kiel.

Quelle: Axel Heimken

Kiel. "Zur Wahrheit gehört also, dass wir damit auch gegen Dublin III verstoßen haben, aber zugleich für Entlastung in Deutschland gesorgt haben", sagte Albig der Tageszeitung "Die Welt". Nach dem Dublin-Abkommen müssen Asylbewerber von den EU-Mitgliedsländern aufgenommen werden, in denen sie als erstes in der Europäischen Union ankommen.

Die Behörden hätten diese Flüchtlinge offiziell nie gezählt, weil diese klar gesagt hätten, dass sie nach Schweden wollten, sagte Albig. "Bisher machen wir ja im Kern nichts anderes als die Österreicher, denen Deutschland vorgeworfen hat, die Flüchtlinge zu uns durchreisen zu lassen." Man spreche sich aber intensiv mit Kopenhagen und Stockholm ab, sagte der SPD-Politiker.

dpa

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Foto: Will entschlossen auch in einer Minderheitsregierung agieren: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD).

Seit Monaten verharrt die SPD in Umfragen auf Bundesebene bei etwa 25 Prozent. Eine rot-grüne Mehrheit ist damit bei der nächsten Bundestagswahl nicht in Sicht. Darüber hinaus hätte Torsten Albig einen Plan B im Sinn, der den Grünen allerdings nicht so zusagt.

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