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Blackwater-Söldner in USA wegen Totschlags im Irak verurteilt

Krieg Blackwater-Söldner in USA wegen Totschlags im Irak verurteilt

Fast acht Jahre nach dem Tod 14 irakischer Zivilisten in Bagdad hat ein Gericht in Washington vier Ex-Söldner der amerikanischen Sicherheitsfirma Blackwater zu hohen Haftstrafen verurteilt.

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Ein Fahrzeug der amerikanischen Sicherheitsfirma Blackwater passiert einen brennenden Transporter der US-Armee bei Bagdad.

Quelle: Ali Haider/Archiv

Washington. Sie hatten im September 2007 auf dem belebten Nissur-Platz in Bagdad das Feuer auf eine Menschenmenge eröffnet. Einer der Verurteilten erhielt wegen Mordes lebenslänglich, die drei anderen jeweils 30 Jahre Haft wegen Totschlags.

Die Opfer, darunter Frauen und Kinder, seien unbewaffnet gewesen, teilte das US-Justizministerium nach dem Urteil am Montagabend (Ortszeit) weiter mit. Zahlreiche weitere Menschen seien verletzt worden. Bereits im Oktober waren die vier Männer von dem Gericht schuldig gesprochen worden.

Das Verbrechen hatte seinerzeit weltweite Empörung ausgelöst. Die Wachleute hatten einen Diplomatenkonvoi begleitet und behauptet, sie seien angegriffen worden. Die Anwälte der Ex-Söldner hatten in dem Prozess den Tod unschuldiger Zivilisten zwar als tragisch bezeichnet, aber zugleich als unvermeidlich in einem städtischen Kriegsgebiet.

Die Männer arbeiteten für die private US-Sicherheitsfirma Blackwater, die US-Soldaten im Irak unterstützte sowie amerikanische Gebäude und Personal schützte. 2008 war ein erster Anlauf zu einem Prozess zunächst gescheitert: Zwar wurden die Wachleute wegen Totschlags angeklagt, das Verfahren wurde aber später wegen Verfahrensfehlern eingestellt.

Im jüngsten Verfahren waren mehr als 70 Zeugen gehört worden, darunter 30 aus dem Irak. Nach Angaben des US-Justizbehörden handelt es sich dabei um die höchste Zahl ausländischer Zeugen, die je bei einem Strafprozess in den USA aussagten. Blackwater wurde später mehrmals umbenannt.

dpa

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