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Erste Beteiligung an Luftangriffen gegen IS

Tornados aus Jagel ungeeignet Erste Beteiligung an Luftangriffen gegen IS

Die Bundeswehr hat mit der Unterstützung der Luftangriffe gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien begonnen. Ein Tankflugzeug der deutschen Luftwaffe betankte in der Nacht zu Mittwoch zweimal Kampfjets der internationalen Koalition gegen den IS in der Luft.

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Die Bundeswehr ist beim Kampf gegen den IS zum ersten Mal an Luftangriffen beteiligt gewesen.

Quelle: EPA/TORBJOERN KJOSVOLD / NORWEGIAN ARMED FORCES

Berlin/Incirlik. Der Bundeswehr-Airbus vom Typ A310 sei insgesamt fünf Stunden in der Luft gewesen, wie ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr sagte. Der Bundestag hatte die deutsche Beteiligung an den Einsätzen gegen den IS als Konsequenz aus den Terroranschlägen von Paris beschlossen. Im Januar sollen auch sechs deutsche «Tornado»-Aufklärungsflugzeuge den IS ausspähen. Außerdem schützt ein deutsches Kriegsschiff den Flugzeugträger «Charles de Gaulle», von dem französische Kampfjets starten.

Die zum Syrien-Einsatz entsandten Tornado-Kampfjets der Bundeswehr aus Jagel können bislang keine Aufklärungsdienste für andere Nationen leisten: Den Maschinen fehlt derzeit noch die Ausrüstung mit elektronischer Kameratechnik. Das bestätigte ein Sprecher von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Die beiden Tornado-Kampfjets des Taktischen Luftwaffengeschwaders 61 aus Jagel (Kreis Schleswig-Flensburg) befinden sich derzeit in der türkischen Luftwaffenbasis. Dort sollen zunächst logistische Fragen geklärt werden: „Wir prüfen, ob die Betankung der Maschinen klappt und ob die Infrastruktur dort ausreicht, um die Maschinen regelmäßig zu warten“, sagte von der Leyens Sprecher. Der Einsatz deutscher Tornado-Maschinen für Aufklärungszwecke solle dann plangemäß in der zweiten Kalenderwoche des neuen Jahres beginnen.

Einsatz der Bundeswehr

Es ist der dritte offensive Kampfeinsatz in der 60-jährigen Geschichte der Bundeswehr - nach der Beteiligung am Kosovo-Krieg 1999 und dem Nato-Kampfeinsatz in Afghanistan, der 2014 endete. Die Bundeswehr wird sich mit bis zu 1200 Soldaten an der Mission beteiligen.

Über die Nationalität der betankten Kampfjets gab das Einsatzführungskommando keine Auskunft. An den Angriffen gegen den IS in Syrien und im Irak nehmen neben französischen auch US-amerikanische, britische und arabische Flugzeuge teil.

Die Bundesregierung geht davon aus, dass der Einsatz durch mehrere UN-Resolutionen und durch die Charta der Vereinten Nationen gedeckt ist. Die Linke im Bundestag sieht das anders und behält sich eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht vor.

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Syrien-Einsatz
Foto: Die zum Syrien-Einsatz entsandten Tornado-Kampfjets der Bundeswehr können bislang keine Aufklärungsdienste für andere Nationen leisten.

Die zum Syrien-Einsatz entsandten Tornado-Kampfjets der Bundeswehr können bislang keine Aufklärungsdienste für andere Nationen leisten: Den Maschinen fehlt derzeit noch die Ausrüstung mit elektronischer Kameratechnik.

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