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Cameron gibt sich geschlagen - und nimmt seinen Hut

EU Cameron gibt sich geschlagen - und nimmt seinen Hut

Er wollte die europäische Frage in Großbritannien beantworten lassen - und verlor. Die politische Laufbahn von Premierminister David Cameron bricht nach dem Brexit-Entscheid jäh ab.

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Premier David Cameron: «Das Land braucht ein neue Führung».

Quelle: Michael Kappeler

London. Mit einer emotionalen Rede an das britische Volk hat Großbritanniens Premierminister David Cameron nach dem historischen Brexit-Votum seinen Rücktritt bis spätestens Oktober angekündigt.

Er liebe sein Land und werde seinen Beitrag dazu leisten, dass die Folgen des EU-Austritts so gut wie möglich bewältigt werden können, sagte er in London. Cameron hatte bei seiner schwierigen Rede Ehefrau Samantha an seiner Seite.

"Nun ist die Entscheidung zum Verlassen der EU gefallen - und wir müssen den besten Weg finden." Er wolle alles tun, um zu helfen, betonte er. "Ich glaube aber nicht, dass ich der richtige Kapitän bin, der unser Land an einen neuen Bestimmungsort steuert." Cameron erklärte, spätestens beim Parteitag seiner konservativen Tories im Oktober sollte ein Nachfolger gefunden werden.

Dies bedeutet, dass die Austrittsverhandlungen mit der EU weitgehend ohne Cameron stattfinden.

Cameron betonte, er halte es weiterhin für richtig, das Referendum ausgerufen zu haben. Die Abstimmung bedeute "ein großes Stück Demokratie". "Das britische Volk hat für den Austritt votiert. Und dieser Wille muss respektiert werden."

Der scheidende Premierminister betonte, es werde für die in Großbritannien lebenden EU-Ausländer keine unmittelbaren Konsequenzen geben. Sie könnten weiter als EU-Bürger in Großbritannien leben. Auch für die Reisetätigkeit und für Import und Export von Waren gebe es keine schnellen Änderungen.

dpa

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Kommentar
Foto: Das Votum der Briten fügt der EU schweren Schaden zu – in zahlreichen Feldern.

Das Brexit-Referendum ist ein Symptom dafür, dass die EU an Strahlkraft verloren hat, schreibt Martina Kombarki in ihrem Kommentar. Das gespaltene Verhältnis zur EU ist ja nicht nur auf der Insel anzutreffen, sondern mehr oder weniger in jedem Mitgliedsland. Dieses Europa überzeugt nicht mehr.

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