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Darum hat Hillary Clinton die Wahl verloren

Analyse der US-Wahl Darum hat Hillary Clinton die Wahl verloren

Amerika hat gewählt und überlässt Donald Trump für die nächsten vier Jahre das Weiße Haus. Bis zuletzt sahen die Prognosen Hillary Clinton vorne – bis die Bürger zur Wahlurne gingen. Wie kam es zu dem Durchmarsch des Republikaners? Eine Analyse.

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Ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis zum Schluss: Am Ende aber verliert Hillary Clinton gegen Donald Trump.

Quelle: dpa

Washington. Donald Trump ist der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Wenigsten haben mit diesem Ergebnis gerechnet. Doch es gibt gute Gründe, warum Trump trotz aller Prognosen gewonnen hat.

Weiße ohne Collegeabschluss

Die Basis für seinen Wahlsieg legte Donald Trump bei den Weißen ohne Collegeabschluss. Diese Schicht macht rund ein Drittel der 270 Millionen Wahlberechtigten aus. Nie zuvor gab es eine größere Kluft zwischen dem Kandidaten der Republikaner (67 Prozent) und einem Demokraten (28). Zum Vergleich: Mitt Romney lag bei seiner Wahlniederlage gegen Obama mit 61 zu 35 Prozent vorne. Bei den Weißen mit Collegeabschluss lag Trump ebenfalls vorne (49 Prozent).

Ethnie

Hillary Clinton setzte im Wahlkampf vor allem auf die Gruppe der Hispanics. Allerdings zeigte sich besonders im Schlüsselstaat Florida, dass dieser Plan nicht aufging. Dort haben ausgerechnet die Kubaner, die zu 54 Prozent Trump wählten, für den Erfolg der Republikaner gesorgt. Eine empfindliche Niederlage in dem Kopf-an-Kopf-Rennen, denn alleine dort ging es um 29 Wahlmänner. Die Kubaner lehnen die Obama-Politik der Annäherung an den Inselstaat ab.

Lässt sich von der Menge feier

Lässt sich von der Menge feier: US-Präsident Donald Trump.

Quelle: afp

Außerdem: Ein Drittel aller Latino-Männer, im Vorfeld der Wahl von Trump als Drogendealer und Vergewaltiger tituliert, konnte Clinton nicht auf ihre Seite ziehen.

Mobilisierung der Wähler

Donald Trump ist es gelungen, seine Wähler zu mobilisieren. Nahezu alle Umfragen sprachen im Vorfeld gegen den Republikaner. Eine zusätzliche Motivation für Trumps Anhänger, doch zur Wahlurne zu gehen. Vielen hat die Wirtschaftskrise den Job gekostet – sie vertrauen mehr auf Trump. Hillary Clinton hingegen ist es nicht gelungen, die Minderheiten zu erreichen. Sie bekam nicht die gewünschte Masse an Hispanics und Afroamerikanern – bei den Hispanics nur 65 Prozent (Obama 71), bei den Schwarzen nur 88 (Obama weit über 90).

Altersgruppen und Geschlecht

Clinton punktet bei den jungen Wählern, Trump bei den alten, vor allem in der Wählergruppe 50+ holt Trump mit 51 Prozent mehr als die Hälfte aller Stimmen. Clinton punktet zwar wie erwartet bei den weiblichen Wählern – aber längst nicht so stark wie erwartet. Nur 54 Prozent der Frauen gaben an, für die Demokratin gestimmt zu haben.

Von RND/Carsten Bergmann

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