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Was ändert sich im Weißen Haus?

Eiscreme und Kastenanzug Was ändert sich im Weißen Haus?

Nun, da Trump ins Weiße Haus einzieht, ändert sich nicht nur politisch sehr vieles. Auch in Sachen Stil, Einrichtung und Mode geht es wohl grundsätzlich anders zu. Ein Blick auf vorher und nachher.

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Donald Trump wird ins Weiße Haus einziehen.

Quelle: Jim Watson/afp

Washington. Dass Donald Trump als US-Präsident kaum eine Linie Barack Obamas weiterziehen wird, ist klar. Aber auch sicht- und spürbar wird sehr vieles sehr anders werden als vorher.

DAS WEISSE HAUS - VORHER, NACHHER

Ein Umzug ins Weiße Haus brächte vermutlich doch einige Einschränkungen mit sich. Begleiter beschreiben allein den Lebenswandel der künftigen First Lady Melania Trump als sehr luxuriös. In New York lebt sie mit Blick über den Central Park an der 5th Avenue in einem 100-Millionen-Dollar-Penthouse. Es heißt, das traute Heim sei Schloss Versailles nachempfunden: Marmor, kostbarste Ausstattungen, Deckengemälde, Gold. Da kann 1600 Pennsylvania Avenue in Washington nicht mithalten. Dafür wird es mehr fotografiert.

First Lady Melania wird ihre Büros im Ostflügel haben. Präsident Trump wird im West Wing arbeiten, dort liegt auch das 1909 eingerichtete Präsidentenbüro, das „Oval Office“.

132 Räume, sechs Etagen, 35 Badezimmer, acht Treppenhäuser und drei Fahrstühle: Jeder Präsident setzt in dem riesigen Haus seine eigenen Akzente, so richtig umbauen kann er den offiziellen Teil aber nicht. In den Obergeschossen dagegen hat die Präsidentenfamilie ihre Privaträume. Die Obamas gewährten zuletzt über „Architectural Digest“ einen seltenen Einblick in diese Residenz. Diese werden sich nun auch die Trumps so persönlich einrichten, wie es geht.

Hartnäckig hält sich das Gerücht, als Präsident werde Trump in seinem neuen Hotel in der Hauptstadt residieren. Burgartig und mit schmuckem Turm liegt es in Laufweite zum Weißen Haus.

Das Kino und den Swimmingpool im Untergeschoss wird Trump sicher beibehalten. Aber ob er den Tennisplatz oder das Basketballfeld nutzen wird? Der junge Donald Trump war ein begeisterter Sportler, er spielte Squash, Tennis, Football und Golf. Eine bombige Gesundheit. Erst als er 1968 zum Militär eingezogen werden sollte, wurde rechtzeitig ein Leiden diagnostiziert. Fersensporn statt Vietnam.

Kartoffeln, Salat und Grünzeug: Wird Trump den Gemüsegarten Michelle Obamas fortführen? Unwahrscheinlich, auch wenn er sich bisher noch nicht geäußert hat. 2009 hatte Obama das Gärtchen anlegen lassen, als Werbung für gesündere Ernährung. Vor kurzem legte sie nochmals nach, präsentierte im Oktober eine größere Version des Gartens inklusive Beton, Stein und Stahl. Ein Statement, das nicht nach „reiß mich ab“ aussah. Von Trump, einem eher schweren Mann, sind Aussagen zu gesunder Ernährung nicht hinterlegt.

DIE TRUMPS UND DIE OBAMAS - AUFTRETEN UND MODE

Ganze Welten liegen zwischen Auftreten, Art und Selbstverständnis der beiden Paare. Der Stil der beiden Frauen unterscheidet sich sehr, wenn auch Teile der US-Presse darauf hoffen, das ehemalige Model Melania werde zumindest etwas von dem Glanz und Glamour weiterführen, den Michelle Obama der Präsidentschaft ihres Gatten gebracht hat.

Barack Obama hatte eine Aura natürlicher, lässiger Eleganz. Donald Trump nicht. Seine Anzüge sind teuer, aber kastenartig, die Krawatten solide und einfarbig. Einen eigenen Zuständigen für die dann präsidiale Frisur zu finden, sollte im Weißen Haus nicht schwierig sein, auch wenn Trump beteuert, für das sichtbare Ergebnis kunstvollen Kämmens stets selber zu sorgen.

Washington beginnt die Obamas bereits jetzt zu vermissen, ihre Bälle, ihre Reden. Ein wenig bangt fragt man sich, welchen Stil denn wohl die Trumps der Hauptstadt beibringen werden.

FREIZEIT UND HOBBIES

Barack Obama ist ein so begeisterter Golfer, dass er sich oft Hohn und Spott anhören musste. Auf Reisen wurden regelmäßige Stopps für Golfplätze eingebaut, Freitagnachmittag brauste er los, um mit Freunden die Schläger zu schwingen. Seine Bilder vom Basketball mit Mitarbeitern sind berühmt. Auch, dass der Präsident regelmäßig das Gym aufsuchte, um an Hanteln und Maschinen zu zerren, sollte jeder wissen.

Donald Trump im Fitnessstudio? Vielleicht nicht. Dass Trump Freizeit per se nicht sehr schätzt und jede freie Minute für die Pflege seines so engen wie eigenen Verhältnisses zu sozialen Medien nutzt, ist bekannt. Auch er golft ausgesprochen gern, wenn auch nicht so leidenschaftlich wie Obama. Bücher liest Trump angeblich nicht.

Der künftige Präsident isst gern Hamburger. Und er liebt Eiscreme: Reporter berichten, die Kühlschränke seiner Häuser seien voll mit großen Bechern einer bestimmten Marke (Häagen Dazs), Vanille oder Vanille Kirsch. Trump sagt, er trinke keinen Alkohol, keinen Kaffee und keinen Tee. Von einer Pizza verzehrt er angeblich nur den Belag, aber nie den Teig.

Zu Mittag, gab Trump einmal an, esse er meistens am Schreibtisch. Ob der der bald 45 Präsident der USA das im Oval Office durchhalten wird, im berühmtesten Büro der Welt, wird man sehen.

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