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Zschäpe bestreitet Beteiligung

NSU-Morde Zschäpe bestreitet Beteiligung

Die mutmaßliche Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe hat sich bei den Opfern des NSU-Terrors entschuldigt. Eine Erklärung ließ sie am Mittwoch ihren Anwalt Mathias Grasel im Münchner Prozess verlesen. Die Schuld für die Verbrechen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ trügen ihre Freunde Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos.

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Quelle: Tobias Hase/dpa

München. „Ich fühle mich moralisch schuldig, dass ich zehn Morde und zwei Bombenanschläge nicht verhindern konnte“, ließ Zschäpe erklären. „Ich weise den Vorwurf der Anklage, ich sei ein Mitglied einer terroristischen Vereinigung namens NSU gewesen, zurück.“ Mehr als zweieinhalb Jahre nach Beginn des NSU-Prozesses hatte Zschäpe am Morgen erstmals ihr Schweigen gebrochen. Nach Verlesung der gut eineinhalbstündigen Erklärung ordnete der Vorsitzende Richter eine Pause an.

Zschäpe muss sich vor dem Oberlandesgericht München als Mittäterin an sämtlichen Verbrechen verantworten, die dem NSU angelastet werden, darunter zehn vorwiegend rassistisch motivierte Morde. Mundlos und Böhnhardt starben 2011 nach einem Banküberfall.

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Prozesse
Der Vorsitzende Richter Manfred Götzl (M) und zwei Vertreter seines Staatsschutzsenats sind bereit für die Fortsetzung des Prozesses.

Nach fast 250 Verhandlungstagen will Beate Zschäpe ihr Schweigen brechen und ihren Anwalt Grasel eine Erklärung verlesen lassen. Auch Fragen will sie beantworten - aber nur nach ungewöhnlichen Modalitäten.

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