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Gerichtshof billigt Sterbehilfe für Wachkoma-Patienten

Menschenrechte Gerichtshof billigt Sterbehilfe für Wachkoma-Patienten

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat die Sterbehilfe für den querschnittsgelähmten Vincent Lambert in Frankreich gebilligt. Die Entscheidung des obersten französischen Verwaltungsgerichts, die künstliche Ernährung des Wachkoma-Patienten Lambert zu beenden, sei kein Verstoß gegen das Recht auf Leben der Europäischen Menschenrechtskonvention, befand die Mehrheit der 17 Richter des EGMR Freitag in Straßburg.

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Lambert liegt nach einem Verkehrsunfall vor sieben Jahren im Wachkoma.

Quelle: Photopqr/L'union De Reims

Straßburg. g.

Nun können die Ärzte mit Zustimmung der Ehefrau Lamberts und mehrerer Geschwister die Magensonde des früheren Krankenpflegers entfernen und ihn sterben lassen. Die Eltern und zwei Geschwister des 38 Jahre alten ehemaligen Krankenpflegers wollten ihn mit künstlicher Ernährung weiter am Leben halten. 

Lambert liegt nach einem Verkehrsunfall vor sieben Jahren im Wachkoma. Das Urteil des EGMR ist endgültig, eine Berufung dagegen nicht möglich.     

dpa

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Das Recht des Menschen auf Selbstbestimmung gilt im Leben wie im Sterben. Ausdruck dieses Grundsatzes ist die Patientenverfügung. Mit einer solchen Vorausverfügung können Menschen lebensverlängernde Maßnahmen ablehnen. Der Franzose Vincent Lambert hatte aber keine Patientenverfügung verfasst, bevor er vor acht Jahren mit dem Motorrad schwer verunglückte. Seitdem liegt er im Wachkoma. Seine Frau sagt, er hätte keine Verlängerung seines Lebens gewollt, die Eltern und Geschwister behaupten das Gegenteil.

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