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Golfstaaten wollen Beziehungen zum Iran normalisieren

Konflikte Golfstaaten wollen Beziehungen zum Iran normalisieren

Die arabischen Golfstaaten wollen ihre Beziehungen zum schiitischen Nachbarn Iran normalisieren. Grundlage dafür sei die Nicht-Einmischung in die Angelegenheiten anderer Staaten, heißt es laut Al-Arabija in der Abschlusserklärung des Gipfels des Golf-Kooperationsrates.

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Frankreichs Präsident Hollande in Riad im Gespräch mit dem Verteidigungsminister von Saudi Arabien.

Quelle: Christophe Ena

Riad. Als erster europäischer Staatschef nahm Frankreichs Präsident François Hollande an dem Gipfeltreffen in der saudischen Hauptstadt Riad teil.

Die von Sunniten regierten Golfländer sehen im Iran den größten Konkurrenten in der Region. Sie wollen verhindern, dass Teheran in den Besitz von Nuklearwaffen kommt. Das Atomabkommen mit dem Iran stößt deshalb in den Golfländern auf große Skepsis. Hollande sagte, der Iran müsse sich dazu verpflichten, keine Atomwaffen zu besitzen.

Die GCC-Länder wollen laut Al-Arabija zudem Syriens Opposition zu einer Konferenz nach Riad einladen. Dort solle über die Zeit nach dem Ende des Regimes von Baschar al-Assad geredet werden. Vor allem Saudi-Arabien und Katar wollen einen Sturz des syrischen Präsidenten.

Der Golfkooperationsrat wurde 1981 in dem Emirat Abu Dhabi gegründet. Ihm gehören außer Saudi-Arabien die Golfstaaten Kuwait, Katar, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate und Oman an. Das Bündnis versteht sich nicht zuletzt als Gegengewicht zum schiitischen Iran.

Unterdessen haben die schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen die saudische Grenzstadt Nadschran mit Granaten beschossen. Das saudische Militär habe die "Provokation" beantwortet und mit Kampfhubschraubern Huthi-Stellungen im Nordjemen angegriffen, sagte ein Sprecher der saudischen Streitkräfte in Riad. Über mögliche Opfer verlautete zunächst nichts.

Die nationale Luftfahrtgesellschaft Saudi Airlines strich vorerst alle Flüge nach Nadschran. Das Bildungsministerium ordnete die vorübergehende Schließung der Schulen in der südsaudischen Stadt an. 

Saudi-Arabien bombardiert seit Ende März Stellungen und Waffenlager der Huthis im Jemen. Die Aufständischen kämpfen gegen Milizen und Sicherheitskräfte, die zu dem nach Riad geflohenen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi loyal stehen.

dpa

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